IMC – India meets Classic presents …

… radio shows for Indian (Music) Culture

Archive for November, 2013

CH – Raga CDs of the Months (11/13): Energy of the Sound – Raga Chikitsa (short version).

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 25, 2013

Energy of the Sound – Raga Chikitsa. [Subtitle: Nada Chikitsa]

In India had been recognized the response function of ragas as complementary medicine very early for the emotional well-being and health of the people, their physiological effect on the mind, body and soul. In the Indian temples had been used rhythmic sounds of bells, horns and use of shells for the ceremonies, from the knowledge of their therapeutic effect.

Musical sound and its vibrational patterns (Dwhani) are a form of energy in motion transmitted through the medium of air (Vayu) which can penetrate the human body down to each individual cell. In the Indian understanding of music the sound is an energetic form of a cosmic / universal dimension as the source of all being.

dates of broadcasting …

25th November 2013 – 04:00-05:00 pm EST (10:00-11:00 pm CET) @ Radio RaSA (CH)
(premiere: 19th February 2012 @ radio multicult.fm)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Sound has healing power. The rhythm in music is directly related to the heart beat. It finds its equivalence in tempo and rhythm. The breath corresponds to the Hindu understanding as Phrana as the sound of life energy. In the history of South Indian classical music (Carnatic) the Melakarta system was developed as we know it today. It is a classification of 72 main ragams. The number 72 corresponds to the 72 main nerve trunks.

Effect of Saptaswaras and Chakra Meditation

Effect of Saptaswaras and Chakra Meditation (Source: A. Mahesh – Music Therapy Blog)

The oldest systematic texts, which are known in human history are the Vedas. There are treatises on philosophy, the sense of life and wisdom for a healthy living. Music is part of Updaveda, a sub category of the Vedas. Upaveda is a science-based system built on the Vedic teachings. There are four (4) Upavedas: 1. Ayurveda (on medicine), 2. Gandharvaveda (about music, dance aesthetics us), 3. Dhanurveda (about archery, war and martial arts) and 4. Sthapatyaveda (on architecture, urban planning, etc.).

In our radio show Nada – A concept of sound we have dealt with the outer and inner sound, the nada yoga (nada = sound). You can find the show in our archive for re-listening – www.imcradio.net/onlinearchives . This topic leads us to the theme of today’s program: “Raga Chikitsa“. It deals explicitly with the therapeutic effect of the Raga scales of North Indian (Hindustani) and South Indian Classics (Carnatic).
Chikitsa raga is a scripture of the ancient India. The translation of Raga Chikitsa is: “The knowledge about the use of ragas for healing.” – Chikitsa comes from Sanskrit and means on its own: “The practice of medical science and its therapeutic application“.

Bringing the knowledge of Indian classical music – Raga Ragini Vidaya – and Raga Chikitsa together, we have the basic blocks to describe the therapeutic effects of Indian ragas.

———————–

Suppl. Note: In the Samaveda, an ancient text of Ayurveda describes in detail the phenomenon of sound for music therapeutic purposes. The human body is dominated by the three doshas: Vatta, Pitta and Kapha. You will find the program “Ragas Time Cycles – Ayurvedic Princips” in our media archive for re-listening: www.imcradio.net/onlinearchive .

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CH – Raga CDs des Monats (11/13): Energie des Klangs – Raga Chikitsa (Kurzfassung).

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 25, 2013

Energie des Klangs – Raga Chikitsa. [Untertitel: Nada Chikitsa]

In Indien hat man die Resonanzfunktion von Ragas für die emotionale Befindlichkeit und Gesundheit des Menschen, ihre physiologischer Wirkung auf Geist, Körper und Seele als komplementäre Medizin sehr früh erkannt. Schon in den indischen Tempeln wurden bei den Zeremonien rhythmische Klänge auf Glocken, aus Hörnern und Muschelschalen verwendet, aus dem Wissen um ihre therapeutische Wirkung.

Musikalischer Klang, das sind Schwingungsmuster (Dwhani), eine energetische Form in Bewegung, die durch das Medium Luft (Vayu) übertragen wird und den menschlichen Körper bis in jede einzelne Zelle durchdringen kann. Im indischen Verständnis ist Musik eine energetische Form, eine kosmische/universelle Form als Quell allen Seins.

Sendetermine…

25. November 2013 – 22:00-23:00 Uhr CET (04:00-05:00 pm EST) @ Radio RaSA (CH)
(Premiere: 19. Februar 2012 @ radio multicult.fm)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Klang besitzt heilende Kraft. Der Rhythmus in einer Musik steht in direkter Beziehung zum Herzschlag. Er findet seine Equivalenz im Tempo und Rhythmus. Der Atem entspricht im hinduistischen Verständnis dem Klang der Lebensenergie, Phrana. In der Geschichte der südindischen Klassik hat sich das uns heute bekannte Melakartasystem entwickelt. Es ist eine Klassifzierung von 72 Hauptragams… die Zahl 72 entspricht den 72 wichtigen Nervensträngen.

Effect of Saptaswaras and Chakra Meditation

Effect of Saptaswaras and Chakra Meditation (Source: A. Mahesh – Music Therapy Blog)

Die ältesten systematischen Texte, die man in der Menschheitsgeschichte kennt, sind die Veden. Es sind Abhandlungen über Philosophie, das Empfinden und Lebensweisheiten für ein gesundes Leben. Musik gehört zur Updaveda, einer untergeordneten Veda. Upaveda ist ein wissenschaftlich orientiertes System, das auf den vedischen Lehren aufbauen. Es gibt vier (4) Upavedas: 1. den Ayurveda (über Heilkunde); 2. den Gandharvaveda (über Musik, Tanz uns Ästhetik); 3. den Dhanurveda (über Bogenschießen, Kriegs- und Kampfkunst) und 4. den Sthapatyaveda (über Architektur, Stadtplanung etc.).

In unserer Sendung Nada – Ein Konzept des Klangs haben wir uns mit dem äusseren und inneren Klang, dem Klang-Yoga befasst. Sie finden die Sendung in unserem Online-Archive unter www.imcradio.net/onlinearchiv. Hier schliesst das Thema der heutigen Sendung an: “Energie des Klangs – Raga Chikitsa” . Es befasst sich explizit mit der therapeutischen Wirkung der Ragaskalen der nordindischen und südindischen Klassik.

Raga Chikitsa ist eine Schrift des antiken Indiens. In der Übersetzung heisst Raga Chikitsa: Das Wissen über die Verwendung der Ragas zum Zwecke der Heilung. Chikitsa stammt aus dem Sanskrit und bedeutet für sich: Die Praxis der medizinischen Wissenschaft und ihre therapeutische Anwendung.

Bringen wir das Wissen der indisch klassischen Musik – Raga Ragini Vidaya – und Raga Chikitsa zusammen, verfügen wir über die Grundbausteine, um die therapeutische Wirkung der indischen Ragas zu beschreiben.

————-

Ergänz. Hinweis: In der Samaveda, eine antike Schrift des Ayurveda werden Klangphänome für musiktherapeutische Zwecke detailliert beschrieben. Im ayurvedischen Verständnis wird der menschliche Körper von den drei Doshas dominiert: Vatta, Pitta und Kapha. Sie finden die Sendung “Ragas und ihr Zeitzyklus im ayurvedischen Verstaendnis” in unserem Sendearchiv unter http://www.imcradio.net/onlinearchiv .

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DE – Raga CDs des Monats (11/13): Das Erbe von Sultan Khan – Die Zukunft der Sarangi

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 23, 2013

Das Erbe von Ustad Sultan Khan – Die Zukunft der Sarangi

In 2011 hatte die weltweite Gemeinschaft von Freunden der indisch-klassischen Musik neun herausragende Meister verloren. Darunter befindet sich Ustad Sultan Khan. Er verstarb nach einem Nierenversagen an einem Sonntag-Nachmittag, am 27. November 2011 (Anm.: Ustad Sultan Khan war Diabetiker und in den letzten vier Jahren seines Lebens Dialysepatient.)

Von der Fangemeinde wurde Sultan Khan (1940-2011) liebevoll der “Sultan der Sarangi” genannt.

Sendetermine…

24. November 2013 – 23:00-24:00 Uhr (CET) | 05:00-06:00 p.m. (EST) @ Radio FRO (A)
(Premiere: 15. Januar 2012 – 15:00-17:00 Uhr @ radio mulitcult.fm)

broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Sarangi… Stimme der 100 Farben.

Die Sarangi (abgeleitet aus Sau-Rang: Stimme der 100 Farben) gehört zu den Streichinstrumenten der indischen Klassik; es ist die indische Fiddel. Die Geschichte der Sarangi geht bis in’s 13. Jhdt. V. Chr. Geburt zurück. In antiken Schriften werden Lauteninstrumente beschrieben, die von ähnlicher Struktur der uns bekannten Sarangis sind, wie die Pinaki Veena.

Die Stimmung des klobig wirkenden Instruments ist eine Kunst für sich. Auf den Sarangikörper, der aus einem massiven Holzstück ausgehöhlt und mit Ziegenhaut als Resonanzdecke bespannt ist, werden 39 Saiten aufgespannt. Davon sind 35 Rsesonanzseiten, die sich in vier Gruppen gliedern. Die 3-4 Hauptsaiten sind aus Darm geflochten undwerden von einem mit Rosshaar bespannten Bogen aus Rosenholz gestrichen. Wer sich mit der Geschichte der Sarangi näher befassen möchte, dem empfehlen wir unsere Sendung “Das Sarangi Projekt – Die Stimme der 100 Farben“.
Sie können diese Sendung wie alle IMC-Sendungen in unserem Online-Archiv nachhören und nachlesen, unter www.imcradio.net/onlinearchiv (Moderationsskripte s. http://www.imcradio.net/scripts )

10 Generationen Sarangi… Die Khan Familie.

Sultan Khan (1940-2011) & Sabir Khan (son)

Sultan Khan (1940-2011) & Sabir Khan (son)

Ustad Sultan Khan wurde zunächst von seinem Vater Gulab Khan ausgebildet. Im Jahre 1951 war Ustad Sultan Khan 11 Jahre alt und präsentierte sich bei der All-India Conference. Der Musikerklan Khan um Sultan Khan spielt die Sarangi aktuell in 10ter Generation. Sabir Khan ist der Sohn von Sultan Khan und tritt in die Fusstapfen seines Vaters. Seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts spielt Sabir Khan auf der Bühne. Lange Zeit begleitete er seinen Vater im Duett. Sabir wurde von seinem Vater und von seinem Onkel Ustad Nasir Khan ausgebildet. Auch sein Cousin wurde Sarangispieler. Dilshad Khan stellte sich in Europe im Juni 2007 dem Publikum vor, beim ersten indischen Festival in Grenoble. Und da wäre noch Sultan Khan’s Neffe Imran Khan. Imran ist zwar Sitarspieler geworden, dem Wunsche seines Vaters folgend; doch auch er wurde von Sultan Khan ausgebildet.

Instrumentalspiel… Gayaki Ang (Vocal Style)

Die Besonderheit von Ustad Sultan Khan’s Spiel auf der Sarangi ist die Imitation des Gesangs der indisch-klassischen Musik. Sultan Khan wurde maßgeblich von dem Gesangstil der Gesangslegenden Ustad Amir Khan, Faiyaz Khan und Bade Ghulam Ali Khan beeinflusst. Die besondere Spielweise, instrumental den Gesang zu interpretieren nennt man “gayaki ang”, quasi das Singen mittels Instrument. Ustad Imdad Khan (1848-1920) auf der Surbahar war einer der ersten, der diese Technik auf einem Saiteninstrument einführte.

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DE – Raga CDs of the Months (11/2013): The legacy of Sultan Khan – The Future of Sarangi (short version)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 23, 2013

The Legacy of Ustad Sultan Khan – The Future of Sarangi

The worldwide community of friends for Indian classical music had lost in 2011 nine outstanding maestros. Among them is Ustad Sultan Khan. He died of a kidney failure on Sunday afternoon, 27 November 2011 (Note: Ustad Sultan Khan had diabetis and was dialysis patient in the last four years.)

The fan base affectionately called Sultan Khan (1940-2011) the “Sultan of Sarangi“.

dates of broadcasting …

24th November 2013 – 05:00-05:58 p.m. EST | 11:00-11:58 p.m. CET @ Radio FRO (A)
(premiere: 15th January 2012 – 03:00-05:00 pm CET @ radio multicult.fm (Berlin))

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Sarangi … Voice of 100 Colors.

The sarangi (derived from Sau-Rang: Voice of the 100 colors) is one of the string instruments of Indian classical music. The Sarangi is the Indian fiddle. The story lays back to the 13th century B.C. according to ancient writings where instruments had been described that have a similar structure as we know today by Sarangis, like the Pinaki Veena (lute).

The tuning of the clunky-looking instrument is an art in itself. The Sarangi body is hollowed out of a solid piece of wood and covered with goat skin as the resonance board, 39 strings are stretched. Of these are 35 resonance strings which are divided into four groups. 3-4 main strings (gut) are played with a horse hair stringed bow made of rosewood. Those who are concerned more about the history of the sarangi we recommend our show “The Sarangi Project – The Voice of 100 colors“.

You can re-read and re-listen this show (as all IMC shows) in our online archive  www.imcradio.net/onlinearchiv (see moderaton scripts: http://www.imcradio.net/scripts )

The Khan Family… 10 Generations with Sarangi.

Sultan Khan (1940-2011) & Sabir Khan (son)

Sultan Khan (1940-2011) & Sabir Khan (son)

Ustad Sultan Khan was initially trained by his father Gulab Khan. In 1951, Ustad Sultan Khan was 11 years old and presented himself 1st time on stage at the All-India Conference. The musicians clan Khan around Sultan Khan plays the sarangi currently in 10ter generation. Sabir Khan is the son of Sultan Khan and occurs in the footsteps of his father. Since the early 90s of last century Sabir Khan plays on stage. For a long time he accompanied his father in a duet. Sabir was trained by his father and his uncle Ustad Nasir Khan. Sabir’s cousin is Sarangi player, too. Dilshad Khan has presented himself to the European audience in June 2007 performing at the first Indian festival of Grenoble. And there is Sultan Khan’s nephew Imran Khan. Although Imran has become a sitar player by the wish of his father he was also trained by Sultan Khan.

Instrumental singing… Gayaki Ang (vocal style)

The peculiarity of Ustad Sultan Khan’s play on the Sarangi is the imitation of the singing of Indian classical music. Sultan Khan was influenced by the vocal styles of singing legend Ustad Amir Khan, Faiyaz Khan and Ghulam Ali Khan Bath. The special way of playing with instrumental interpretation of the voice is called “gayaki ang”… singing using an instrument. Ustad Imdad Khan (1848-1920) on the surbahar was among the first who introduced this technique on a stringed instrument.

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DE – Raga CDs of the Months (11/13): Ragas in Sufi Music.

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 21, 2013

Ragas in Sufi Music
– Sufiana Kalam | Words of Sufi Sages

Schalal ad-Din Rumi (Wikipedia)

1207-1237: Schalal ad-Din Rumi (Wikipedia)

First scriptures about sufism and practices had been written in 1st centurey AD.  The golden era of sufism war between the 13th and 16th century. It had been it’s zenith.

In Western countries the sufism is associated with the dancing dervish (Turkish Mevlevi Order) going back to the Persian theologian, poet, advocate and sufi mystic Schalal ad-Din Rumi (1207-1273).
The dervishs put themselfs into ecstasy by their rotations. This ritual exercise is called dhikr, in commemoration of God. Its an intensive worship of Allah with  renunciation of the worldly.

Music herefore can be part of spiritual exercises. Sufi Rumi described already in the 13th century that music, dance and poetry are helpful for concentration on the divine and renewing the soul. With singing accompanied by instruments God is called. It is sung about the love for God and the prophet Mohammed.

dates of broadcasting…

21st November 2013 – 03:00 pm EST (09:00 pm CET) @ radio multicult.fm (DE)
(21st February 2011 – 11:00 pm (CET) @ TIDE Radio)
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Etymologically sufismus probably has its roots in suf (wool) and safa (purity) . With the entrance into the sufi order a woolen robe is overhanded to a Sufi  within an initiation ritual.

Pure Sufis  turn away from an earthly life keeping free of any seductions and emotions like pride, arrogance, envy or wrong hopes for a long life. It’s the fight against the despotic ego to reach an-nafs al-safiya, which is the “pure soul” as the highest level, always beyond that of the prophet.  More important than self-abandonment is love. Living a life truthfully, the heart free of hate and reisting against culinary allurements. The love for God is the postulate for the reunion with God which is possible already this life. Sufism is the inner relationship between the loving one, the Sufi and the beloved God.

The Arabean, Islamic world and different cultures from South and East Europe had influenced each other ove rmany centuries alternately, e.g. between the 6th and 12th century in the muslim oriented Spain. In the modern Europe the term sufism was known lately in the 19th century. The Indian musician and mystic Hazrat Inayat Khan founded the International Sufi Order, in 1917 in London. At the end of the 20th century the sufi orders increasingly became accessable for non muslims. It is defined as a “universal  sufism” without any direct link to the Islam, where all religions are welcome.

In sufi music on the Indian sub continent the vocal in Qawwali style is an expressive form. In Arabean  Qaul means “expression of the prophet”. The Qawwali is established in Muslim regions like North and West Pakistan, Punjab, Hyderabad and same in Bangladesh and in Kashmir.

Amir Khusrow surrounded by young men. Miniature from a manuscript of Majlis Al-Usshak by Husayn Bayqarah (Wikipedia)

Amir Khusrow surrounded by young men. Miniature from a manuscript of Majlis Al-Usshak by Husayn Bayqarah (Wikipedia)

As Lyrical form of the Qawwali  mostly is used the Ghazal. The content expresses the emotional desire for the reunion with the divine and the joy at the love of God. The origin of the Qawwali is rooted in the 8th century, in the Persian area (nowadays: Afghanistan and Iran). The Qawwali form as we know it today matured in India in the late 13th century. The Sufi Amir Khusro Dehelvi linked both Persian and Indian music traditions. Amir Khusro belonged to the Chistiya Sufi Order.

Since the Turkish conquest in South Asia all over the Indian Sub continent established a multiplicity of  Sufi Orders, from Delhi to South India: Moinuddin Chishtiya, Nagshbandi, Suhrawardiyah and Qadiriyaah.

By modern medias the sufism experiences world wide interests, especially from non muslims. These days everybody can obtain an opinion about sufism by himself. The first scriptures  about sufism from the 1st century (‘Kashf al-Mahjub of Hujwiri ‘ and ‘Risala of Qushayri’) are available in English translations.

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DE – Raga CDs des Monats (11/13): Ragas in der Sufi-Musik

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 21, 2013

Ragas in der Sufi– Musik
– Sufiana Kalam | Worte der Sufi-Weisen

Schalal ad-Din Rumi (Wikipedia)

1207-1237: Schalal ad-Din Rumi (Wikipedia)

Erste Schriften über den Sufismus und seinen Praktiken wurden im 1. Jahrhundert nach Christi Geburt verfasst. Das Goldene Zeitalter des Sufisum war zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert. Es war seine intellektuelle Hochzeit.

Den Sufismus bringt man im Westen mit den tanzenden Derwischen (türkischer Mevlevi-Orden) in Verbindung. Der Mevlevi-Orden geht auf den persischen Theologen, Poeten, Juristen und Sufi-Mystiker Schalal ad-Din Rumi (1207-1273) zurück. Die Derwische versetzen sich mit ihren kreisenden Bewegungen in Ekstase. Diese rituelle Übung nennt man Dhikr, das Gedenken an Gott. Es ist eine intensive Anbetung Allahs. mit Abkehr von dem Weltlichen.

Die Musik kann dafür auch Bestandteil der spirituellen Übung sein. Im 13. Jahrhundert beschrieb der Sufi Rumi (1207-1273), dass Musik, Poesie und Tanz dazu verhelfen können, sich auf das Göttliche zu konzentrieren und die Seele zu erneuern. Mit Gesängen, die instrumental begleitet werden, wird Gott angerufen. Die Liebe zu Gott bzw. zum Propheten Mohammed wird besungen.

Sendetermine…

21. November 2013 – 21:00 Uhr CET (03:00 pm EST) @ radio multicult.fm (DE)
(Premiere: 21. Febr 2011 – 23:00 Uhr CET @ Tide Radio)
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Etymologisch betrachtet leitet sich Sufismus sehr wahrscheinlich aus dem Wortstamm Suf (Wolle) und Safa (Reinheit) ab. Beim Eintritt in den Sufi-Orden wurden in einem Initationsritus einem Sufi wollene Umhänge übergeben.

Ein echter Sufi wendet sich vom weltlichen Leben ab und macht sich von allen Verführungen und Emotionen frei, wie Stolz, Arroganz, Neid oder falsche Hoffnungen auf ein langes Leben. Es ist der Kampf gegen das tyrannische Ego, um an-nafs al-safiya zu erlangen, die “reine Seele” als die höchste Stufe, immer aber unterhalb des Propheten. Wichtiger als die Selbstaufgabe ist die Liebe. Ein Leben wahrheitsgetreu zu führen, das Herz frei von Hass zu halten und sich kulinarischen Verführungen zu widersetzen. Die Liebe zu Gott ist die Voraussetzung für die Vereinigung mit Gott, bereits im Diesseits möglich. Der Sufismus ist eine innere Beziehung zwischen dem Liebenden, dem Sufi und dem Geliebten, Gott.

Die arabische, islamische Welt und verschiedenen Kulturen aus Süd- und Osteuropa beeinflußten sich über viele Jahrhunderte wechselseitig, zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert im muslimisch-orientierten Spanien. Im moderneren Europa haben wir das Wort Sufismus erst im 19. Jahrhundert kennengelernt. Von dem indischen Musiker und Mystiker Hazrat Inayat Khan wurde in London der internationale Sufi Orden gegründet, im Jahre 1917. Die Sufi-Ordnen öffneten sich zum Ende des 20. Jahrhundets zunehmen auch Nicht-Muslimen. Wir sprechen hier von einem “universellen Sufismus” ohne direkten Bezug zum Islam, in der alle Religionen ihren Platz finden.

In der Sufi-Musik ist auf dem indischen Subkontinent der Gesang im Qawwali-Stile eine Ausdrucksform. Im Arabischen bedeutet Qaul die “Äusserung des Propheten”. Der Qawwali ist besonders verbreitet in

Amir Khusrow surrounded by young men. Miniature from a manuscript of Majlis Al-Usshak by Husayn Bayqarah (Wikipedia)

Amir Khusrow surrounded by young men. Miniature from a manuscript of Majlis Al-Usshak by Husayn Bayqarah (Wikipedia)

muslimisch geprägten Regionen wie Nord- und Westpakistan, dem Punjab, Hyderabad, aber auch in Bangladesh und im Kashmir. Als Gedichtform des Qawwali verwendet man meist den Ghazal. Die Inhalte bringen das seelische Verlangen nach der Vereinigung mit dem Göttlichen und der Freude an der Liebe des Göttlichen zum Ausdruck. Der Ursprung des Qawwali ist das 8. Jahrhundert, im persischen Raum (heutiges Afghanistan und Iran). Die uns bekannte Form des Qawwali reifte in Indien im späten 13. Jahrhundert. Es war der Sufi Amir Khusro Dehelvi, der die persische und indische Musiktradition zusammenbrachte. Amir Khusro gehörte dem Chistiya-Sufiorden an.

Seit der Türkischen Eroberung in Südasien haben sich auf dem ganzen indischen Subkontinent eine Vielzahl von Sufi-Orden etabliert, von Delhi bis nach Südindien: Moinuddin Chishtiya, Nagshbandi, Suhrawardiyah u. Qadiriyaah.

Mit den modernen Kommunikationsmedien erfährt der Sufismus ein weltweites Interesse, besonders aus Kreisen der Nicht-Muslime… heutzutage kann sich jeder selbst eine Meinung über den Sufismus bilden. Die ersten Schriften über den Sufismus aus dem 1sten Jahrhundert (‘Kashf al-Mahjub of Hujwiri ‘ und ‘Risala of Qushayri’) liegen in englischer Übersetzung vor.

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INDIAN CLASSICAL…. Thanks to >5,555 members (FB group)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 21, 2013

On 20th November we reached the number of 5,505 FB group members
(Rec.: on 28th Oct. 2013 our community counted 5,000).
Many thanks to all our members and friends around the globe sharing classical music from India.

5555-FB-members-Indian-Classical-560

today on 21st Nov: special FB event page

! Lets fill plus 55 more friends to reach the symbolically number 5,555 lovers of Indian Classical music !

On 21st November the FB group will focus on music of 5 TONE RAGAS (Pentatonic Raga Scales) to celebrate symbolicly the total number 5,555 we like to reach today, e.g. Raga Chandrakauns, Bhupali, Malkauns, Durga, Abhogi Kanada etc. … Enjoy listening to good music !

Five tone Raga Chandrakauns by Sitar legend Nikhil Banerjee…

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DE – Raga Cds of the Months (11/2013): Alankaras – 10 types of Raga Ornaments

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 17, 2013

IMC OnAir’s monthly radio show being broadcasted in November @ radio multicult.fm  / Tide Radio and worldwide as webradio – are concerning the Alankar-s. They can be grouped in four main types (with 10 different characters).

The Indian term Alankar or Alankara originates from Sanskrit, the old science language of India. The meaning is various: decoration (jewelry), literary embellishment or decoration. As Sabda Alankara it designates  as ornaments by sound, decorative use of sound or use of decorating words. The last classification in Indian Classics before approx. 100-150 years was known also as Shabdalankar.

dates of broadcasting…

18th Nov 2013 – 4-6:00 pm EST (10:00 pm – 12:00 am CET) @ TIDE Radio (DE)
17th Nov 2013 – 9-11:00 am EST (3-5:00 pm CET) @ radio multicult (
DE)
(premiere: 17th August/21st Sept 2009 (10:00 pm CET))
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Compared with the earlier classification Shabdalankar, in that the Indian schools of music (Gharana-s) exhibited substantial differences. In our current times it is reduced as common clustering to the treatment of the Indian notes, the swara-s. There is:

1. Asthai Alankar – the return to the initial note,
2. Arohi Alankar – a note sequence in the ascending scale,
3. Amrohi Alankar – a note sequence in the descending scale and
4. Sanchari Alankar as a combination of type 1-3.

In the baroque area of Western classics the ornaments served mainly for the decoration of melody lines. Vocalists improvised with the ornaments like we  know it till this day from the Irish music tradition. Indian notes are “not static”, here briefly played Staccato notes (in Italian staccare means “tears off”) or single notes played “stand alone” are not audible.

4 examples of Alankara-s (Source: Sitar Technique in Nibaddh Forms (written by Stephen Slawek, 1987))

4 examples of Alankara-s (Source: Sitar Technique in Nibaddh Forms (written by Stephen Slawek, 1987))

The Swara-s are located in constant connection to each other. Each note is linked with the previous one and following. Such ”grace notes“ –  Kan-Swara-s – are the basis for each form of ornaments, the Alankara-s. They are the core for the development and beauty of Ragas.

The earliest reference to this term can be found in the Natyashastra with 33 Alankars, an elementar work to the visual arts of acient India written by the sage “Bharata”. It is dated between 200 BC and 200 AC. Further important treatises for the classification of the Alankars are the Sangeet Ratnakar of Sharangdev in 13th century and the Sangeet Parijat of Ahobal in 17th Century, in which 63 and 68 types of Alankars are described.

Alankars Technique for the Sitar (video tutorial @ eHow)
by Amelia Maciszewski (Ph.D. in Ethnomusicology) – www.sangeetmillennium.org.com

Alankars Technique for the Sitar: How to Play the Sitar...

Kan-Sawra-s in a Classic Raag Bhairavi
by violinist Milind Raikarwww.violinmilind.com

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DE – Raga CDs des Monats (11/2013): Alankaras – 10 Typen der Ragaornamentik

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 17, 2013

IMC OnAir’s monatliche Sendung befasst sich im November @ radio multicult.fm (Berlin) / Tide Radio (Hamburg) mit den zehn (10) wesentlichen Alankar-s. Die Alankara-s können in ihrem Charakter in vier Haupttypen (m. 10 Charakteren) gruppiert werden.

Der indische Begriff Alankar oder Alankara stammt aus dem Sanskrit, der alten Wisschenschaftssprache Indiens. Die  Bedeutung ist vielfältig: Schmuck (jewelry),literarische Ausschmückung oder Dekoration. Als Sabda-Alankara wird die Ornamentierung durch Klang, der dekorative Gebrauch von Klang oder von schmückenden Wörtern bezeichnet. Die letzte vor ca. 100-150 Jahren geordnete Klassifizierung in der indischen Klassik war auch als Shabdalankar bekannt.

S e n d e t e r m i n e …

18. Nov 2013 – 22:00-24:00 Uhr CET (04:00-06:00 pm EST) @ TIDE Radio (DE)
17. Nov 2013 – 15:00-17:00 Uhr CET (09:00-11:00 am EST) @ radio multicult.fm (DE)

(Premiere: 17. August/21. Sept. 2009 – 22:00 Uhr)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Im Vergleich zu der früheren Klassifizierung Shabdalankar, in der die indischen Musikschulen, die Gharana-s erhebliche Unterschiede aufwiesen, reduziert sich die in unserer heutigen Zeit gebräuchliche Clusterung (10 Charaktere) auf die Behandlung der Noten, der swara-s. Es sind:

1. Asthai Alankar – die Rückkehr zur Anfangsnote,
2. Arohi Alankar – eine Notensequenz in der aufsteigenden Skala,
3. Amrohi Alankar – eine Notensequenz in der absteigenden Skala und
4. Sanchari Alankar als eine Kombination der Typen 1-3.

In der barocken Zeit der westlichen Klassik diente die Ornamentik zur Ausschmückung der Melodielinien. Der Gesangsinterpret improvisierte mit der Ornamentierung, wie wir es noch heute in der irischen Musiktradition wiederfinden. Die indischen Noten sind “nicht statisch”; kürzer gespielte Staccato-Noten (im Italienischen bedeutet staccare “abreißen”) oder einzelne für sich gespielte Noten sind nicht hörbar.

4 examples of Alankara-s (Source: Sitar Technique in Nibaddh Forms (written by Stephen Slawek, 1987))

4 examples of Alankara-s (Source: Sitar Technique in Nibaddh Forms (written by Stephen Slawek, 1987))

Die Swara-s stehen in ständiger Verbindung zueinander. Jede Note ist verknüpft mit der Vorherigen und Nachfolgenden. Solche Vorschlagsnoten (“grace notes“) – Kan-Swara-s – sind die Grundlage für jede Form der Ornamentik, den Alankara-s. Die Alankara-s sind der Kern für die Entfaltung und Schönheit eines Ragas.

Der früheste Bezug zu diesem Begriff findet sich mit 33 Alankars in dem Natyashastra, ein Grundlagenwerk des Weisen “Bharata” zu den darstellenden Künsten des antiken Indiens. Die Schrift wird zwischen 200 vor Christus und etwas 100 nach Christi Geburt datiert. Weitere bedeutende Abhandlungen zur Klassifizierung der Alankars sind das Sangeet Ratnakar von Sharangdev im 13. Jahrhundert und das Sangeet Parijat von Ahobal im 17. Jahrhundert, in denen 63 bzw. 68 Typen von Alankars beschrieben werden.

Alankars Technique for the Sitar (video tutorial @ eHow)
by Amelia Maciszewski (Ph.D. in Ethnomusicology) – www.sangeetmillennium.org.com

Alankars Technique for the Sitar: How to Play the Sitar...

Kan-Sawra-s in a Classic Raag Bhairavi
by violinist Milind Raikarwww.violinmilind.com

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Hamburg: 11th South Asia Day (16th November 2013)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 15, 2013

This year’s South Asia Day at the University of Hamburg is already the 11th in the series. Having established itself as a traditional yearly event, it offers Hamburg’s public the opportunity to gain information regarding not only the perspectives of South Asia but also regarding the increasing relevance of this dynamically developing region for Germany and Europe as a whole. 

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with one click into English.

11. Südasientag an der Universität Hamburg

SAT-LOGOTermin: Samstag, 16. November 2013, 13:00-21:30 Uhr
Ort: Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost, 20146 Hamburg

Eintritt frei (warmes Essen (12:00-19:00 Uhr): 6 € pro Pers.)

Eröffnung des Sri Lankischen Pavillons um 11:30 Uhr
Mittagessen um 12:00Uhr

Erstes Podium…

Erziehung, Ausbildung und Bildung in Südasien: Schlüssel für gesellschaftlichen Wandel, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Erfolg.

Die Problemstellung:
Die Volkswirtschaften in Südasien sind Wachstumsmärkte mit neuen Produkten und Dienstleistungen. Damit steigen die Qualitätsanforderungen im lokalen und globalen Wettbewerb.
Es dämmert den Planern und Politikern, dass – um im regionalen und globalen Wettbewerb bestehen zu können – technologische Innovation nicht ausreicht; Innovation muss mit Hochqualität im Produkt selbst gepaart werden, um im Markt bestehen zu können.
Im Wege der Erziehung zu einem engagierten, lern- und leistungsbereiten jungen Menschen wachsen die Berufschancen des Menschen im Leben, sei es auf den Gebieten der praktischen und theoretischen Fachausbildung, sei es im akademischen Bildungsbereich.
Verwendungs- und Entfaltungsbreite erweitern sich für den heranwachsenden Menschen in bislang unvorstellbarem Ausmaß. Männer und Frauen mit solchen Qualifikationen bringen gesellschaftlichen Wandel und soziale Gerechtigkeit voran. An die Stelle von sozialer Herkunft und gesellschaftlicher Stellung als Mann oder Frau tritt die berufliche Qualifikation durch fachgerechte Ausbildung in Verbindung mit Berufserfahrung.
Fachausbildung im praktischen und theoretischen Spektrum der verschiedenen Berufe ist für die meisten Staaten und Gesellschaften des indischen Subkontinents Neuland. Berufsbezogene Ausbildung fand und findet heute noch oft in Kleinstbetrieben im Wege der beruflichen Einweisung durch den Älteren statt und beschränkt sich in der Regel auf die Heranbildung von hochwertiger Qualifizierung für ganz bestimmte Fertigkeiten – sei es Bearbeitung von Metallen, Leder oder Stoffen, sei es landwirtschaftlich relevante Expertise zur Absicherung der eigenen Subsistenzwirtschaft.
Duale Fachausbildung in Südasien: Stabilisator der gesellschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung.
Es mangelt nicht an Beratungsmöglichkeiten, solche Ausbildungssysteme auch in Südasien heimisch zu machen – aber zur Umsetzung solcher Programmes bedarf es nachhaltiger Investitionen.

Was wird von Deutschland aus getan?
Zahlreiche Unternehmen aus Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern bieten solche Ausbildungspakete an – auch die Deutschen Auslandskammern in Südasien und einige Industrie- und Handelskammern in Deutschland selbst. Sie sind ja in Deutschland die Einrichtung, in deren Verantwortung die Entwicklung der Berufsbilder und der Abnahme der Examen der ausgebildeten jungen Menschen liegt. Beispiele für erfolgreiche nachhaltige Lösungen im Rahmen ihrer Zusammenarbeit mit den Ländern Südasiens bieten auch staatliche Aktivitäten, zum Beispiel die der GIZ, private Aktivitäten von Hamburger Stiftungen (Asienbrücke, Paulchen Esperanza, NUR) und gemeinnützige Vereine wie der Sri Lanka Verein Hamburg und der Verein Rosenkinder.
Fachausbildung und Berufsausbildung sind sehr oft das Sprungbrett zum eigenen selbständigen Unternehmen. Der Stolz auf die eigene Qualifikation und deren Anerkennung im Betrieb, im Beruf und im Markt tragen zum Selbstbewusstsein des Menschen in der Gesellschaft und zur Bereitschaft bei, an den politischen Prozessen des Landes aktiv teilzunehmen. Die soziale Kompetenz der in den Betrieben tätigen und fachlich hoch anerkannten Mitarbeiter fördern das Betriebsklima und die Zukunftsperspektive eines Unternehmens im regionalen und auf dem globalen Markt.
In Deutschland werden heute gesetzlich akademische Qualifikationen und fachbezogene Qualifikationen als gleichwertig und als für die Wirtschaftsleistung unverzichtbare Bestandteile für das Arbeitskräftepotenzial angesehen. Premium-Qualität erzielt bei allen Gütern und Dienstleistungen auf dem internationalen Markt Höchstpreise. Innovationen werden nur dann im Markt angenommen, wenn die Geräte sich auch in der Nutzung als robust und verlässlich erweisen.
Viele deutsche Unternehmen bilden im Ausland an den Standorten ihrer Betriebe Fachkräfte im dualen System aus. Mehrfach hat US-Präsident Obama diese Praxis deutscher Unternehmen in den USA und die Bedeutung der deutschen dualen Ausbildungseinrichtungen für die gesellschaftliche Entwicklung des Landes als vorbildlich und nachahmenswert öffentlich gepriesen. Wegen dieses Ausbildungspotenzials ist die Jugendarbeitslosigkeit (Altersgruppe 15-24Jährige) in Deutschland äußerst gering, im Augenblick sogar mit 7,8 Prozent am geringsten im europäischen Vergleich. Die soziale Bedeutung dieses Sachverhalts kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die OECD (Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat erstaunlicher Weise sehr lange Zeit benötigt, um die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der dualen Berufsausbildung für moderne Gesellschaften zu verstehen.
Staatliche Institutionen und gesellschaftliche Kräfte stehen unter dem politischen und dem wirtschaftlichen Druck, Fachkräfte für differenzierte Berufsbilder heranzubilden.
Erkennen Regierung und Parlamente, aber auch die Medien und Bildungseinrichtungen, ja die Unternehmen diese Sachzwänge und die Chancen für den gesellschaftlichen Wandel?
Welche Wege schlagen sie in Verbindung mit den Unternehmen, den sich bildenden Selbstverwaltungseinrichtungen der privaten Wirtschaft und der staatlichen Infrastrukturbetriebe wie Bahn, Post, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen ein, um dem sich dynamisch entwickelnden Arbeitsmarkt gerecht zu werden?
Wie reagieren tradierte gesellschaftliche Strukturen und Sitten wie Gebräuche auf diese dramatischen Veränderungen, wie die Religionsgemeischaften?

Die Podiumsdiskussion:

Man kann in der öffentlichen Diskussion Skepsis gegenüber diesem “Modell” erleben, aber auch eine hohe Erwartungshaltung an eine rasche Verbesserung der Produktivität der Volkswirtschaften, zumindest der Betriebe in einzelnen Industriesparten.
Im IT-Sektor hat Indien kraft eigener Anstrengungen eine hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit erreicht.

Kann man mit solchen Erfolgen auch in anderen Sektoren der gewerblichen Wirtschaft rechnen?

Ein Blick auf China und Japan sowie Südostasien kann Impulse für weitere Anstrengungen auf diesem Jahrzehnte hindurch vernachlässigtem Gebiet vermitteln.
Das Podium wird obige Fragen und die Herausforderungen der regionalen und globalen wirtschaftlichen Entwicklung für die Volkswirtschaften Südasiens und die Antworten der sozialen wie politischen Systeme Südasiens diskutieren.
Neben den Botschaftern sollten Sachverständige für duale Ausbildung in Deutschland und in Südasien, u.a. auch Vertreter aus Unternehmen mit entsprechenden Programmen in ihren Betrieben zu Worte kommen.

Zweites Podium: Bildende Künste der Gegenwart in Südasien

Die Kulturen Südasien weisen einen schier unerschöpflichen Reichtum an Schätzen der bildenden Kunst aus ihrem zivilisatorischen Erbe auf. Tempel und andere religiöse Kultstätten dominieren, gefolgt von den Palästen der Herrscher und den Magnaten der Wirtschaft und des Staates.
Aber der eigenständige Künstler mit seinem eigenen Werk, das nicht in ein weltliches oder sakrales bzw. spirituelles Bauwerk integriert ist, fasziniert den Beschauer, den Historiker und den Kunstfachmann nicht weniger – wenn nicht sogar mehr, weil hier der Künstler in unverfälschter Weise mit seiner Darstellung, seinem Kunstverständnis und seinem handwerklichen Vermögen zur Geltung kommt, die Welt, den Menschen und seine Vielfalt auf seine besondere, seine einmalige Weise darzustellen.
Sachverständige aus Ländern Südasiens werden die Teilnehmer und Besucher des 11. Südasien-Tages mit der zeitgenössischen bildenden Kunst in Südasien vertraut machen.
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Hauptprogramm (Kurzübersicht)

11:30 (Raum 121): feierliche Eröffnung des Sri Lankischen Pavillons

12:00 – 13:00 (1. Stockwerk): Mittagessen – Südasiatische Spezialitäten

13:00 – 13:30 (Raum 221, 2. Stockwerk): Eröffnung und Begrüßung

13:30 – 15:30 Podiumsdiskussion ” Ausbildung und Bildung in Südasien: Schlüssel für gesellschaftlichen Wandel, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Erfolg”

Moderation: Botschafter a.D. Dr. Hans-Georg Wieck

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

– S.E. Botschafter von Sri Lanka Upali Sarrath Kongahage
– Prakash Mani Paudel, Charge ‘d’ Affaires a.i. Nepals
– Abed Nadjib, Gesandter Botschaftsrat Afghanistans
– Indischer Generalkonsul in Hamburg Dr. Vidhu P. Nair
– Dr. Mazhar Javed, Stellvertretender Leiter der Botschaft Pakistan
– Dr. Mandira Saiju-Shrestha, Chance for Life Nepal e.V. Norderstedt
– Dr. Jubran Rajub, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
– Rudolf Weiler, Geschäftsführer, Digisound-Electronic GmbH

15.30 – 16:00 (1. Stockwerk): Kaffeepause 

16:00 – 18:00 (Raum 221): Bildende Künste der Gegenwart in Südasien

– Videogestützte Präsentationen über Malerei, Bildhauerei etc. in den Ländern des Subkontinents

Moderation: Navina Sundaram, Journalistin, Hamburg

Referentinnen und Referenten:

– Afghanistan: Christina Hallmann, Kuratorin des Kabul Art Projekt , Köln,
Moshtari Hilal Künstlerin, Mitarbeiterin des Kabul Art Project, Hamburg
– Indien: Navina Sundaram, Journalistin, Hamburg
– 
Nepal: Fidel Devkota, Freie Universität Berlin
– Pakistan: Ali Asghar, Deutsch-Pakistanisches Forum e.V.,Regionalgruppe Hamburg
– Sri Lanka Jayantha Gomes, Künstler, Sri Lanka/Calw, Deutschland

18:00 – 19:00 (1. Stockwerk): Abendessen – Südasiatische Spezialitäten

19:00 – 21:30 (Foyer): Kulturprogramm

/ Tanz aus Indien und aus Sri Lanka
/ Wandel der traditionellen Kleidung: Modeschau aus Pakistan

NEBENPROGRAMME:

RAUM 121: Sri Lankischer Pavillon – Raum des Hauptlandes des 11. Südasien-Tages SRI LANKA Ausstellungen, Büchertisch u. m.

FOYER: Länderinformationen, Ausstellungen, Informationstisch.
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Organisationskomitee:

– Botschafter a.D. Dr. Hans-Georg Wieck, Ehrenvorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft e.V., Ehrenvorsitzender des Organisationskomitees
– Prof. Dr. Tatiana Oranskaia, Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut, Abteilung für Kultur und Geschichte Indiens und Tibets, 1. Vorsitz
– Angela Silva, Vertreterin der Gemeinschaft Sri Lanka in Hamburg, 2. Vorsitz
– Dr. Ahmadudin Wais, Vorsitzender des Fachkräfteprogramms Afghanistan in Deutschland e.V.
– Andreas Kazi, Vorsitzender, Entwicklungsforum Bangladesh e.V.
– Dr. Satya Bhowmik, Vorstand, Entwicklungsforum Bangladesh e.V.
– Prof. Dr. Dorji Wangchuk, Deutsche Bhutan-Himalaya-Gesellschaft e.V.
– Renuka Jain, Geschäftsführerin, Deutsch-Indische Gesellschaft Hamburg e.V., 2.Vorsitz
– Günter Sprenger, 1. Vorsitzender, Chance for Life Nepal e.V.
– Ali Asghar, M.A., Leiter der Regionalgruppe Hamburg, Deutsch-Pakistanisches Forum e.V.
– Dipl. Inform. Asaf Ikram, Deutsch-Pakistanisches Forum e.V.
– Kodithuwakku Arachchi Chitra Sepalika, Vertreterin der Gemeinschaft Sri Lanka in Hamburg
– Jutta Höflich, Journalistin, Diplomatic Facts, Redaktionsbüro; Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Südasien-Tag
– Dr. Ram Prasad Bhatt, Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut, Abteilung für Kultur und Geschichte Indiens und Tibets
– Merle Schwerdtfeger,Koordinationsarbeit , Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut, Abteilung für Kultur und Geschichte Indiens und Tibets

(Quelle: 10/2013 – Universität Hamburg | Asien-Afrika-Institut)

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