IMC – India meets Classic presents …

… radio shows for Indian (Music) Culture

DE – Raga CDs des Monats (11/2013): Alankaras – 10 Typen der Ragaornamentik

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on November 17, 2013

IMC OnAir’s monatliche Sendung befasst sich im November @ radio multicult.fm (Berlin) / Tide Radio (Hamburg) mit den zehn (10) wesentlichen Alankar-s. Die Alankara-s können in ihrem Charakter in vier Haupttypen (m. 10 Charakteren) gruppiert werden.

Der indische Begriff Alankar oder Alankara stammt aus dem Sanskrit, der alten Wisschenschaftssprache Indiens. Die  Bedeutung ist vielfältig: Schmuck (jewelry),literarische Ausschmückung oder Dekoration. Als Sabda-Alankara wird die Ornamentierung durch Klang, der dekorative Gebrauch von Klang oder von schmückenden Wörtern bezeichnet. Die letzte vor ca. 100-150 Jahren geordnete Klassifizierung in der indischen Klassik war auch als Shabdalankar bekannt.

S e n d e t e r m i n e …

18. Nov 2013 – 22:00-24:00 Uhr CET (04:00-06:00 pm EST) @ TIDE Radio (DE)
17. Nov 2013 – 15:00-17:00 Uhr CET (09:00-11:00 am EST) @ radio multicult.fm (DE)

(Premiere: 17. August/21. Sept. 2009 – 22:00 Uhr)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Im Vergleich zu der früheren Klassifizierung Shabdalankar, in der die indischen Musikschulen, die Gharana-s erhebliche Unterschiede aufwiesen, reduziert sich die in unserer heutigen Zeit gebräuchliche Clusterung (10 Charaktere) auf die Behandlung der Noten, der swara-s. Es sind:

1. Asthai Alankar – die Rückkehr zur Anfangsnote,
2. Arohi Alankar – eine Notensequenz in der aufsteigenden Skala,
3. Amrohi Alankar – eine Notensequenz in der absteigenden Skala und
4. Sanchari Alankar als eine Kombination der Typen 1-3.

In der barocken Zeit der westlichen Klassik diente die Ornamentik zur Ausschmückung der Melodielinien. Der Gesangsinterpret improvisierte mit der Ornamentierung, wie wir es noch heute in der irischen Musiktradition wiederfinden. Die indischen Noten sind “nicht statisch”; kürzer gespielte Staccato-Noten (im Italienischen bedeutet staccare “abreißen”) oder einzelne für sich gespielte Noten sind nicht hörbar.

4 examples of Alankara-s (Source: Sitar Technique in Nibaddh Forms (written by Stephen Slawek, 1987))

4 examples of Alankara-s (Source: Sitar Technique in Nibaddh Forms (written by Stephen Slawek, 1987))

Die Swara-s stehen in ständiger Verbindung zueinander. Jede Note ist verknüpft mit der Vorherigen und Nachfolgenden. Solche Vorschlagsnoten (“grace notes“) – Kan-Swara-s – sind die Grundlage für jede Form der Ornamentik, den Alankara-s. Die Alankara-s sind der Kern für die Entfaltung und Schönheit eines Ragas.

Der früheste Bezug zu diesem Begriff findet sich mit 33 Alankars in dem Natyashastra, ein Grundlagenwerk des Weisen “Bharata” zu den darstellenden Künsten des antiken Indiens. Die Schrift wird zwischen 200 vor Christus und etwas 100 nach Christi Geburt datiert. Weitere bedeutende Abhandlungen zur Klassifizierung der Alankars sind das Sangeet Ratnakar von Sharangdev im 13. Jahrhundert und das Sangeet Parijat von Ahobal im 17. Jahrhundert, in denen 63 bzw. 68 Typen von Alankars beschrieben werden.

Alankars Technique for the Sitar (video tutorial @ eHow)
by Amelia Maciszewski (Ph.D. in Ethnomusicology) – www.sangeetmillennium.org.com

Alankars Technique for the Sitar: How to Play the Sitar...

Kan-Sawra-s in a Classic Raag Bhairavi
by violinist Milind Raikarwww.violinmilind.com

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