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DE – Raga CDs des Monats (07/2016): NADA – Ein Konzept von Klang (Teil 1 und 2)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on July 17, 2016

“NADA – Ein Konzept von Klang”
– Teil 1: Ahata – Der äussere Klang | Teil 2: Anahata – Der innere (stille) Klang.

Im Sanskrit heisst „Großer Klang“: Maha Nada. Er lehrt uns die heilende Wirkung der Ragas. Ihr komplexes Regelwerk zielt nur auf eines: auf ein bestimmtes Klangbild. Mit diesem äusseren Klang – ahata nada – befasst sich der erste Teil, auf Anahata Nada („Der Weg vom äusseren zum Inneren Klang“) kommen wir im zweiten Teil unserer heutigen Sendung “Nada – ein Konzept von Klang” ausführlich zu sprechen.
Schon In einer früheren Sendung „Nava Rasa-s, die 9 Stimmungsbilder der indischen Ragas“ haben wir erfahren, dass der Begriff des Schönen nicht vorkommt. Das emotionale Bild beschränkt sich auf Liebe, Lachen, Mitleid, Zorn, Mut, Angst, Schrecken, Staunen und Gelassenheit.

Ragas beschönigen unserem Gehörsinn nicht, anders als in den visuellen Künsten. Es geht um das Erfahren einer höheren Wirklichkeit und der Wahrheit, dem Echten = niranjana (pure).

Man ist sich in den indischen Künsten, der Musik, dem Tanz und Theater bewusst darüber, dass das Empfinden eines harmonischen Zustands von der individuellen Vorstellung und subtilen Wahrnehmung des Betrachters bestimmt wird.  Erst aus dem Ganzen von Materie, Geist, Empfindung und dem Leben selbst wird das Schöpferische im Klang der Musik sichtbar. Im Harmonischen der Musik ist das Ursprüngliche sichtbar, wir selbst werden sichtbar. Harmonie bedeutet also Vollkommenheit, eine Einheit von wahrhaftiger, ungetrübter Wahrnehmung durch den Wahrnehmenden. Es ist das indische Verständnis von Selbstverwirklichung. Um dieses Originäre zu erfahren, das Schöpferische des Universum, in dem Gott selbst innewohnt, bedarf es der geistigen Schulung.

Sendetermine (Teil 1 u. 2)…

17. Juli 2016 – 15:00-17:00 Uhr CET (09:00-11:00 am EST) @ radio multicult.fm (DE/Berlin)
Sendetermine | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Katyayana (c. 200 BCE)

Katyayana (c. 200 BCE)

Im Sanskrit existiert der Begriff Shabda, d.h. Klang oder Rede. Der Mathematiker, vedische Priester und Sanskrit-Grammatiker Katyayana aus dem 3. Jahrhundert vor Christi Geburt beschreibt Shabda als „Rede von ewiger Gültigkeit“. Der Klang in der menschlichen Sprache beinhaltet also Beides, das Ursächliche, das unterschwellig im Klang zum Ausdruck gebracht wird und die eigentliche Bedeutung im Sinne des Wortes.

OM (oder Aum) ist die Silbe, die im Menschen als die erste Schwingung und Resonanz des nicht-dualistischen Universums angelegt ist. Hierzu wird von  Bhartrhari, einem Autor aus dem 5. Jahrhundert, Shabda als innerer Klang beschrieben. Shabda ist eine vereinigende Erkenntnis, identisch mit Brahman, dem höchsten Bewusstsein. Mit Brahman kann eine höhere Wirklichkeit erfahren werden. Shabda existiert und schwingt in jedem Lebewesen. Es ist eine Art Grundton der Welt. Dieser innere Klang, Anahata Nada, kann vom Menschen mit dem „inneren Ohr“ gehört werden. Mit Klangyoga, Nada Yoga und dem Hören von Ragas, dem äusseren Klang – Ahata Nada – kann man sich diesem „inneren Klang“ näheren.

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DE – Raga CDs des Monats (10/2015): NADA – Ein Konzept von Klang (Teil 1 und 2)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on October 19, 2015

“NADA – Ein Konzept von Klang”
– Teil 1: Ahata – Der äussere Klang | Teil 2: Anahata – Der innere (stille) Klang.

Im Sanskrit heisst „Großer Klang“: Maha Nada. Er lehrt uns die heilende Wirkung der Ragas. Ihr komplexes Regelwerk zielt nur auf eines: auf ein bestimmtes Klangbild. Mit diesem äusseren Klang – ahata nada – befasst sich der erste Teil, auf Anahata Nada („Der Weg vom äusseren zum Inneren Klang“) kommen wir im zweiten Teil unserer heutigen Sendung “Nada – ein Konzept von Klang” ausführlich zu sprechen.
Schon In einer früheren Sendung „Nava Rasa-s, die 9 Stimmungsbilder der indischen Ragas“ haben wir erfahren, dass der Begriff des Schönen nicht vorkommt. Das emotionale Bild beschränkt sich auf Liebe, Lachen, Mitleid, Zorn, Mut, Angst, Schrecken, Staunen und Gelassenheit.

Ragas beschönigen unserem Gehörsinn nicht, anders als in den visuellen Künsten. Es geht um das Erfahren einer höheren Wirklichkeit und der Wahrheit, dem Echten = niranjana (pure).

Man ist sich in den indischen Künsten, der Musik, dem Tanz und Theater bewusst darüber, dass das Empfinden eines harmonischen Zustands von der individuellen Vorstellung und subtilen Wahrnehmung des Betrachters bestimmt wird.  Erst aus dem Ganzen von Materie, Geist, Empfindung und dem Leben selbst wird das Schöpferische im Klang der Musik sichtbar. Im Harmonischen der Musik ist das Ursprüngliche sichtbar, wir selbst werden sichtbar. Harmonie bedeutet also Vollkommenheit, eine Einheit von wahrhaftiger, ungetrübter Wahrnehmung durch den Wahrnehmenden. Es ist das indische Verständnis von Selbstverwirklichung. Um dieses Originäre zu erfahren, das Schöpferische des Universum, in dem Gott selbst innewohnt, bedarf es der geistigen Schulung.

Sendetermine (Teil 1 u. 2)…

19. Oktober 2015 – 22:00-23:58 Uhr CET (04:00-05:58 pm EST) @ TIDE Radio (DE/Hamburg)
Sendetermine | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Katyayana (c. 200 BCE)

Katyayana (c. 200 BCE)

Im Sanskrit existiert der Begriff Shabda, d.h. Klang oder Rede. Der Mathematiker, vedische Priester und Sanskrit-Grammatiker Katyayana aus dem 3. Jahrhundert vor Christi Geburt beschreibt Shabda als „Rede von ewiger Gültigkeit“. Der Klang in der menschlichen Sprache beinhaltet also Beides, das Ursächliche, das unterschwellig im Klang zum Ausdruck gebracht wird und die eigentliche Bedeutung im Sinne des Wortes.

OM (oder Aum) ist die Silbe, die im Menschen als die erste Schwingung und Resonanz des nicht-dualistischen Universums angelegt ist. Hierzu wird von  Bhartrhari, einem Autor aus dem 5. Jahrhundert, Shabda als innerer Klang beschrieben. Shabda ist eine vereinigende Erkenntnis, identisch mit Brahman, dem höchsten Bewusstsein. Mit Brahman kann eine höhere Wirklichkeit erfahren werden. Shabda existiert und schwingt in jedem Lebewesen. Es ist eine Art Grundton der Welt. Dieser innere Klang, Anahata Nada, kann vom Menschen mit dem „inneren Ohr“ gehört werden. Mit Klangyoga, Nada Yoga und dem Hören von Ragas, dem äusseren Klang – Ahata Nada – kann man sich diesem „inneren Klang“ näheren.

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special feature III zur India Music Week (N.Y.): MUSIK, KLANG & SPRACHE (Teil 1 u. 2)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on October 13, 2013

Website: http://www.imcradio.net/indiamusicweek | @ Facebook page

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special feature III zur India Music Week (New YorK): MUSIK, KLANG & SPRACHE
Teil 1: Struktur von Musik und Sprache | Teil 2: Interaktion – Musik & Kommunikation

Busto di Pitagora. Copia romana di originale greco. Musei Capitolini, Roma.

Busto di Pitagora. Copia romana di originale greco. Musei Capitolini, Roma. (Source: Wikipedia (ENG))

Die Beziehung zwischen Musik und Sprache, zwischen Klang und gesprochenem oder gesungenem Wort ist eine Besondere. Die Grammatiker des Sanskrits, der alten indischen Wissenschaftssprache, betrachten Musik und Sprache als divergierende Aspekte ein und desselben Phänomens.

Mit der indisch klassischen Musik (Hindustani, Carnatic) gibt es eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten unter der Überschrift “Musik und Sprache“, die auch die Grundlagen der abendländischen Harmonielehre sind, deren Beginn man mit dem Begründer der mathematischen Analyse der Musik – Pythagoras von Samos – und seinen empirischen Beweisführung der harmonischen Intervalle auf etwa mehr als 500 Jahre vor Christi Geburt datieren kann.

Musik scheint sich weit weniger diffus in uns abzubilden, als bisher angenommen. Vielmehr wird unsere Wahrnehmung von Tönen durch sehr genau umrissene Möglichkeiten und Grenzen definiert. Dem audiomentalen System kommt eine weit aus größere Bedeutung zu, als man bis vor Kurzem angenommen hatte.

Sondersendetermine…

13. Oktober 2013 – 13:00-15:00 Uhr CET (07:00-09:00 am EST) @ radio multicult.fm (DE/Berlin)
10./11. Oktober 2013 – 23:00-00:58 Uhr CET (05:00-06:58 pm EST) @ TIDE Radio (
DE/Hamburg) gesendet
9. Oktober 2013 – 17:00-19:00 Uhr CET (11:00am-01:00 pm EST) @ Radio RaSA (CH) gesendet
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

In Teil 1 seines specials No. III zur India Music Week stellt IMC – India meets Classic die Struktur von Musik und Sprache dar. In Teil 2 werden die sozialpsychologische Bedeutung von Musik für das Individuum und seine Interaktionsprozesse aus seiner geschichtlichen Entwicklung und aus dem Wesen der Musik näher beleuchten.

IMW_logo-newDie Wahrnehmung von Musik und das aktiv Musizieren, das zeigen uns jüngste Studien, beziehen nahezu alle Regionen des Gehirns mit ein. Die weitverbreitete Annahme, dass Musik in der rechten Gehirnhälfte und Sprache in der linken Gehirnhälfte verarbeitet wird, war schlichtweg falsch. Die aktuellen Forschungen zeigen auch, dass Sprache und Musik nahezu gleich verarbeitet werden. Der tiefgreifende, emotionale Gehalt der Musik, von Glückseligkeit bis zur Traurigkeit wirkt besonders stimulierend auf unser Gehirn mit für den Musikhörenden häufig körperlich intensiv wahrnehmbaren Reaktionen.

Musik schlägt sich sichtbar in unserem Leben nieder, in Gehirnaktivitäten, die heute mit modernen, bildgebenden Verfahren messbar sind und mit der (funktionellen) Magnetresonanz-Tomographie (MRT) oder  Magnetenzephalographie (MET) plastisch sichtbar gemacht werden können (Bild s. u.).

Stefan Koelsch: Nature Neuroscience 7(3), 2004: Music, Language and Meaning: Brain Signatures of Semantic Processing

Stefan Koelsch: Nature Neuroscience 7(3), 2004: Music, Language and Meaning: Brain Signatures of Semantic Processing

short paper (pdf: German | English)

Hinweis: Die 2-teilige IMC-Sendung “Musik und Sprache” (2x 58 min.) stellt angesichts der Vielzahl der beteiligten Wissenschaften (Musikethnologie, Anthropologie, Sprach- u. Sozialwissenschaften, Neuro-Sciences, Psychologie, Computerwissenschaften (künstliche Intelligenz) u.a. ) eine grundlegende Einführung dar.

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special II zur India Music Week (N.Y.): NADA – Ein Konzept von Klang (Teil 1 und 2)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on October 11, 2013

Website: http://www.imcradio.net/indiamusicweek | @ Facebook page

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special II zur India Music Week: “NADA – Ein Konzept von Klang”
– Teil 1: Ahata – Der äussere Klang | Teil 2: Anahata – Der innere (stille) Klang.

Im Sanskrit heisst „Großer Klang“: Maha Nada. Er lehrt uns die heilende Wirkung der Ragas. Ihr komplexes Regelwerk zielt nur auf eines: auf ein bestimmtes Klangbild. Mit diesem äusseren Klang – ahata nada – befasst sich der erste Teil unseres zweiten specials zur INDIA MUSIC WEEK (6.-13.10.2013, New York). – Auf Anahata Nada („Der Weg vom äusseren zum Inneren Klang“) kommen wir im zweiten Teil unserer heutigen Sendung “Nada – ein Konzept von Klang” ausführlich zu sprechen.

IMW_logo-newSchon In einer früheren Sendung „Nava Rasa-s, die 9 Stimmungsbilder der indischen Ragas“ haben wir erfahren, dass der Begriff des Schönen nicht vorkommt. Das emotionale Bild beschränkt sich auf Liebe, Lachen, Mitleid, Zorn, Mut, Angst, Schrecken, Staunen und Gelassenheit.

Ragas beschönigen unserem Gehörsinn nicht, anders als in den visuellen Künsten. Es geht um das Erfahren einer höheren Wirklichkeit und der Wahrheit, dem Echten = niranjana (pure).

Man ist sich in den indischen Künsten, der Musik, dem Tanz und Theater bewusst darüber, dass das Empfinden eines harmonischen Zustands von der individuellen Vorstellung und subtilen Wahrnehmung des Betrachters bestimmt wird.  Erst aus dem Ganzen von Materie, Geist, Empfindung und dem Leben selbst wird das Schöpferische im Klang der Musik sichtbar. Im Harmonischen der Musik ist das Ursprüngliche sichtbar, wir selbst werden sichtbar. Harmonie bedeutet also Vollkommenheit, eine Einheit von wahrhaftiger, ungetrübter Wahrnehmung durch den Wahrnehmenden. Es ist das indische Verständnis von Selbstverwirklichung. Um dieses Originäre zu erfahren, das Schöpferische des Universum, in dem Gott selbst innewohnt, bedarf es der geistigen Schulung.

Sondertermine für Teil 1 u. 2…
8. Oktober 2013 – 14:00-16:00 Uhr CET (08:00-10:00 pm EST) @ Radio RaSA (CH)
8./9. Oktober 2013 – 23:00-00:58 Uhr CET (05:00-06:58 pm EST) @ TIDE Radio (
DE/Hamburg)
11. Oktober 2013 – 13:00-15:00 Uhr CET (07:00-09:00 am EST) @ radio multicult.fm (
DE/Berlin)
Sendetermine | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Katyayana (c. 200 BCE)

Katyayana (c. 200 BCE)

Im Sanskrit existiert der Begriff Shabda, d.h. Klang oder Rede. Der Mathematiker, vedische Priester und Sanskrit-Grammatiker Katyayana aus dem 3. Jahrhundert vor Christi Geburt beschreibt Shabda als „Rede von ewiger Gültigkeit“. Der Klang in der menschlichen Sprache beinhaltet also Beides, das Ursächliche, das unterschwellig im Klang zum Ausdruck gebracht wird und die eigentliche Bedeutung im Sinne des Wortes.

OM (oder Aum) ist die Silbe, die im Menschen als die erste Schwingung und Resonanz des nicht-dualistischen Universums angelegt ist. Hierzu wird von  Bhartrhari, einem Autor aus dem 5. Jahrhundert, Shabda als innerer Klang beschrieben. Shabda ist eine vereinigende Erkenntnis, identisch mit Brahman, dem höchsten Bewusstsein. Mit Brahman kann eine höhere Wirklichkeit erfahren werden. Shabda existiert und schwingt in jedem Lebewesen. Es ist eine Art Grundton der Welt. Dieser innere Klang, Anahata Nada, kann vom Menschen mit dem „inneren Ohr“ gehört werden. Mit Klangyoga, Nada Yoga und dem Hören von Ragas, dem äusseren Klang – Ahata Nada – kann man sich diesem „inneren Klang“ näheren.

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