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A – Raga CDs des Monats (07/2015): Surs(h)ringar… der Wegbereiter der Sarode.

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on July 26, 2015

Sursringar, hinter diesem “exotischen Begriff” verbirgt sich ein indisches Instrument aus der Familie der Tata Vadya, der s.g. Chordophone*. Tata leitet sich aus dem Wortstamm “Tan” ab, in der Übersetzung bedeutet dies so viel wie “auf Spannung gezogen“.
Die indische Violine, die Sarangi, die indischen Lauten (Veenas), Sitar und Sarod, der Santoor, die Surbahar (Bassitar), Tanpura oder die Sursringar gehören allesamt zur Gruppe der Tata Vadya.

Die Herkunft der Sursringar ist bemerkenswert. Dieses Saiteninstrument ist im eigentlichen Sinne afghanischen Ursprungs. – Das Instrument der Pashtunen ist die Rabab. Die Paschtunen sind ein ostiranisches Volk in Süd- und Zentralasien. Vor ca. 2500 Jahren wurde die Rabab nach Afghanistan eingeführt. In Indien hatte man die Rabab (Seni Rabab) bereits im 16. Jahrhundert verwendet, während der Regentschaft von Akbar.

Sendetermine…

26. Juli 2015 – 23:00 Uhr MESTZ (05:00 pm EST) @ Radio FRO (A)
(Premiere: 2. Sept. 2008 – 21:00 Uhr MESTZ @ Tide Radio)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Die Rabab wurde nach der Verwendung am Hofe Akbars von Jafar Khan, einem Abkömmling von Tansen, dem berühmten Musiker am Hofe Akbars, um etwa 1830 modifiziert. Das Spiel auf der mit Darmsaiten bespannten Rabab war besonders in der Monsunzeit Indiens problematisch.
Javar fügte ein metallenes Griffbrett, einen hölzernen Kopf, Metallsaiten aus Stahl und Bronze und eine Brücke ähnlich der Sitar hinzu. 6 Spielsaiten und 2 für den Rhythmus vorgesehene Saiten laufen über eine flache Hornbrücke. Sie sitzt auf dem mit einer Holzdecke geschlossenen Klangkörper.

Die Sursringar entwickelte sich aus drei verschiedenen Instrumenten. Neben der afghanischen Rabab waren es die Mahati Veena und Kachhapi Veena. – Die Veenas, die indischen Lauten, gehören zu den ältesten Instrumenten Indiens.

Der kleine Kürbis als Resonator und die Saitenbefestigung am Halse sind Elemente der Mahati Veena. Der flache Klangkörper aus einem horiozontal aufgeschnitten Kürbis ist ähnlich der Kachhapi Veena (populär als Kachhapi Sitar genannt).

All diese Modifizierung von Jafar Khan wurde als Sursringar bekannt und erinnern sehr an die Sarod. Die Sursringar wird heute als der Vorläufer der Sarod verstanden und auch als Basssarode benannt. Die tonale Qualität der Sarode wurde in jüngerer Zeit durch Modifikationen der lebenden Legende Ali Akbar Khan verbessert.

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*) Die Chordophone sind mit Saiten bespannte Instrumente. Sie können mit Bogen gestrichen, mit den Fingern oder einem Plektrum gezupft oder mit einem Art Hammer oder einem Paar von Stöcken angeschlagen werden.

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