IMC – India meets Classic presents …

… radio shows for Indian (Music) Culture

Archive for June, 2015

A – Raga CDs des Monats (06/2015): RAGAMALIKA… Kompositionen in der südindischen Klassik

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 28, 2015

Ragamalika bedeutet im literarischen Sinne „Girlande von Ragas“. Es ist eine sehr populäre Kompositionsform der südindischen Musik, der karnatischen Musik.

Die Ragamalikas sind reizvolle Kompositionen, deren Teile sich aus verschiedenen Ragas zusammensetzen; ein sanftes und melodiöses Fliessen der Musik, von einem Raga zum nächsten. Die Auswahl der Ragas und ihre Anordnung in einer Ragamalika-Komposition, basiert einzig und allein auf ästhetischen Überlegungen.

Sendetermine…

28. Juni 2015 – 23:00-23:58 Uhr MESTZ (05:00 pm EST) @ Radio FRO (A)
(Premiere: 1. Juli 2008 – 21:00 Uhr @ Radio Tide)
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Im Mittelalter Indiens war die musikalische Form der Ragamalikas als Raga Kadambakam bekannt. Kadamba ist eine Girlande, geflochten aus verschiedenen Blumen.

Muthuswami Dikshitar (1776 - 1834)

Muthuswami Dikshitar (1776 – 1834)

Das System der karnatischen Musik weist tausende von Ragaskalen und hunderte von Rhythmikzirkel, den Tala-s auf. Viele Komponisten der indischen Klassik haben sich mit diesem weiten Feld befasst und eine Vielzahl von s.g. Ragamalikakompositionen geschaffen.

Der König der Ragamalika: „Ragamalika Chakravarti“ ! – So könnte Ramaswami Dikshitar genannt werden. Dieser indische Komponist lebte von 1735 bis 1817. R. Dikshitar geht in die Geschichte ein als ein ausgewiesener Könner in der Komposition der längsten Ragamalikas. Die Texte all seiner Ragamalikas verfasste er in Telegu, die drittgrösste dravidischen Sprache Indiens nach Hindi und Bengali.

Die Anzahl der Ragas, die in einem einzelnen Stück verwendet werden, kann von zwei bis 72, variieren. Die längste Komposition, die “Ashtottara Shata Raga-Tala malika“ von Muthuswami Dikshitar (1776-1834), Sohn von Ramswami Dikshitar und Mitglied des musikalischen Dreigestirns der südindischen Klasssik (neben Tyagaraja und Syama Sastra), besteht aus 108 Ragas.

Werke von Ramaswami Dikshitar (Auswahl)

  • Die Ragamalika ‘Samajagamana ninnu korinadira’ setzt sich aus 20 Ragas zusammen,
    in der Rhythmus-Struktur “Ad(h)i Tala” (8 Schläge). Sie ist dem König Amarasimhan gewidmet.
    Er war Marahtta-Regent von Tanjavur.
  • Die Ragamalika ‘Manasa Verutarula’ besteht aus einem Set von 48 Ragas, in einem
    8er-Beat (Ad(h)i Tala). Sie ist gewidmet Lord Venkateswara, eine Gestaltform des
    Hindugottes Vishnu. Venkateswara ist der Zerstörer der menschlichen Sünden.

Prasanna (electric guitar) performs 14 raga ragamalika kriti (part 1)



Prasanna (electric guitar) performs 14 raga ragamalika kriti (part 2)

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A – Raga CDs of the months (06/2015): RAGAMALIKAS… Compositions in South Indian Classics

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 28, 2015

Ragamalika means “Garland of Ragas” in it’s literary sense. It is a very popular composition form of South Indian Classics, the Carnatic music. The music system of Indian Classics exhibits thousands of raga scales and hundreds of rhythm circles, the tala-s. Many composers of the Indian classical period were concerned with this broad field and a created a multiplicity of so called ragamalika compositions.

The ragamalika-s are delightful compositions. A ragamalika consists of different raga-s; gentle and melodious flow of the music, from one raga to the next. The selection of the raga-s and their arrangement in a ragamalika composition are based simply on aesthetic considerations.

dates of broadcasting…

28th June 2015 – 05:00-05:58 pm EST (11:00-11:58 pm MESTZ) @ Radio FRO (A)
(premiere: 1st July 2008 – 09:00 pm MESTZ @ Tide Radio)
InternetStream (Internet Radio & Mobile Radio) | PodCast | Dates of Broadcasting

Muthuswami Dikshitar (1776 - 1834)

Muthuswami Dikshitar (1776 – 1834)

In the Middle Ages of India the musical form of the ragamalika-s was well-known as Raga Kadambakam. Kadamba is a garland, twisted from different flowers.

Ragamalika Chakravarti ! – The King of the Ragamalika. – So Ramaswami Dikshitarcould be called. This Indian composer lived from 1735 till 1817. R. Dikshitar made history as a proven expert in the composition of the longest Ragamalika-s. His texts (lyrics) of all his Ragamalika-s are in Telegu, the third biggest dravidic language of India, beside Hindi and Bengali.

The number of Ragas, which are used in an individual composition, can vary from two to 72. The longest composition consists of 108 Ragas, it’s the “Ashtottara Shata Raga Tala malika” of Muthuswami Dikshitar (1776-1834), son of Ramswami Dikshitar and member of the musical trinity of the South Indian Classsics (beside Tyagaraja and Syama Sastra).

Ramaswami Dikshitar’s ragamalika-s (selection)

  • The ragamalika `Samajagamana ninnu korinadira‘ consists of 20 ragas, in the rhythm structure “Ad(h)i Tala” (8 beats). It is dedicated to King Amarasimhan, who was a Marahtta regent of Tanjavur.
  • The ragamalika ‘Manasa Verutarula‘ consists of a set of 48 ragas, 8 beats (Ad(h)i Tala). It is dedicated to Lord Venkateswara, a shape form of the Hindu Goddess Vishnu. Venkateswara is the destroyer of the human sins.

Prasanna (electric guitar) performs 14 raga ragamalika kriti (part 1)



Prasanna (electric guitar) performs 14 raga ragamalika kriti (part 2)

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CH – Raga CDs des Monats (06/2015): Pankaj Mullick, Rabindra Sangeet und der indische Film

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 22, 2015

150 Jahre Rabindranath Tagore
– Pankaj Mullick, Rabindra Sangeet und der indische Film

Auf dem südindischen Subkontinent feiert man alljährlich den Geburtstag von Rabindranath Tagore: “Kabi Pranam – A tribute to Tagore“. Am 7. Mai erinnert man sich an eines der letzten Universalgenies des 20. Jahrhunderts. R. Tagore (1861-1941) war Dichter, Schriftsteller, Musiker, Maler, Verfasser von Tanzdramen, Verleger und Sozialreformer.

Uruguay Stamps - 150th Tagore Anniversary

Uruguay Stamps – 150th Tagore Anniversary

In 2011 feiert Bangladesh und Indien, besonders in West-Bengalen im großen Stile den 150sten Geburtstag von Tagore. Über ein ganzes Jahr wird mit unzähligen Veranstaltungen an öffentlichen Plätzen, in Theatern, an Schulen aber auch in Buchläden unter den literarischen Freunden der Tagore-Werke erinnert.

Aus gegebenem Anlass des 150jährigen Jubiläums hat die Regierung in SriLanka und Uruguay den ersten indischen Nobelpreisträger für Literatur in Form eine Sonderbriefmarke gewürdigt. Tagore hatte Sri Lanka in den Jahren 1922, 1928 und 1934 besucht.

   
from left to right: Tagore as painter, Argentina Edition, Tagore’s PlayPost Office
(Source: All the stamps on this website with courtesy to Kumar Kamaleshan Nair (Trivandrum) – www.collectindianstamps.com )

Die Feierlichkeiten zum 150sten Geburtstag, die seit dem 7. Mai stattfinden, zeigen einmal mehr, dass der Geist von Tagore über alle Generationen hinweg, durch alle Bevölkerungsschichten hindurch lebendig ist. Der Daily Star, die auflagenstärkste, englischsprachige Tageszeitung in Bangladesh beschreibt Tagore zum 150sten Geburtstag treffend als einen “Internationalisten durch und durch“.

Sendetermine…
22. Juni 2015 – 22:00 Uhr CET (04:00 pm EST) @ Radio RaSA (CH)
(Premiere: 16.05.2013 – 23:00 Uhr @ Tide Radio)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

In der Sendung “Rabindra Sangeet – eine Stimme für Alle!” haben wir Rabindranath Tagore bereits vorgestellt. Der Rabindra Sangeet ist ein Genre, das sich im 20. Jahrhundert etabliert hat.
Es ist ein musikalisch-literarisches Konzept, das von Rabindranath Tagore selbst begründet wurde. Seine Gedichte und Lieder hat Tagore in die indisch-klassische Musik eingebettet, gleichermassen in die nordindische (Hindustani) wie die südindische Klassik (Carnatic).

Pankaj Kumar Mullick war als Sänger, Schauspieler (Debut in Mukti, 1937), Komponist (als Musikdirektor, Dirigent/Arrangeur), Radiomacher und Filmproduzent  Indiens führender Interpret des Rabindra Sangeet.
Pankaj Mullick’s Interesse für den Rabindra Sangeet kam durch den Kontakt mit der Tagore-Familie zustande, zunächst durch die Begegnung mit Dinendranath Tagore, einem Großneffen von Tagore, Komponist und Musikarrangeur.
Als Rabindranath Tagore Pankaj Mullick’s Gesang erstmals zu Gehör bekam, so wird berichtet, umarmte Tagore ihn spontan und erlaubte Mullick, all seine Schriftwerke zu vertonen, die von Tagore selbst zu Lebzeiten nicht bewältigt werden sollten. Dies gewährte Tagore, der sich selbstbewusst als der bedeutendste Dichter Indiens verstand, keinem anderen. Mullick war auch der erste, der die Tabla, ein Percusssioninstrument der nordindischen Klassik, als Begleitinstrument für Tagore-Songs hinzunahm.

Rabindranth Tagore war 44 Jahre alt, als Pankaj Mullick am 10. Mai 1905 in Calcutta ein Junge das Licht der Welt erblickte. Er sollte in die Geschichte als berühmter Sänger, Schauspieler, unabhängiger Musikdirektor und Filmemacher eingehen. Pankaj Mullick lebte bis 1978 in Calcutta. Anders als viele seiner Kollegen zog es Mullick nicht nach Mumbai, Indiens Filmhauptstadt. Nur wenige Aufträge übernahm er für Mumbai-Produktionen, wie Zalzala im Jahre 1952, eine Verfilmung von Tagore’s Novelle Char Adhaya and Kastoori  unter der Leitung des Filmdirektors Gyan Mukherjee.
Pankaj Mullick war ein Pionier des indischen Films. Er führte zusammen mit dem Filmregisseur Nitin Bose (Dhhop Chhaon, 1935) den Playbackgesang ein, wie wir ihn noch heute in den Bollywood-Blockbustern kennen.

Wie zu jener Zeit für Filmschaffende und Playbacksänger üblich, wurde auch Pankaj Mullick umfassend in der indisch-klassischen Musik ausgebildet, im Dhrupad, dem ältesten Gesangsstil der nordindischen Klassik, oder im modernen Gesangstil, dem Khayal. Sein musikalisches Interesse erbte er von seinem Vater, der ein großes Interesse für die traditionellen Formen der Bengalischen Musik besass.

Bis ins hohe Alter war Mullick als Musikdirektor aktiv. Sein letzter Film war Janhabi Jamunia Bigolito Karuna im Jahre 1972. Ein Jahr später, wurde Pankaj Mullick im Alter von 68 Jahren von der indischen Regierung für sein Lebenswerk und seine Verdienste um das indische Kino ausgezeichnet. Mullick erhielt den bedeutendsten indischen Filmpreis, den Dadasaheb Phalke Award.

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CH – Raga CDs of the Months (06/2015): Pankaj Mullick, Rabindra Sangeet and the Indian Film

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 22, 2015

150th anniversary of Rabindranath Tagore
– Pankaj Mullick, Rabindra Sangeet and the Indian Film

The South Indian subcontinent celebrates annually the birthday of Rabindranath Tagore: “Kabi Pranam – A tribute to Tagore “. On 7th May we can remember on one of the last universal genius of the 20th century. R. Tagore (1861-1941) was poet, writer, musician, painter, author of dance dramas, publisher and social reformer …

Uruguay Stamps - 150th Tagore Anniversary

Uruguay Stamps – 150th Tagore Anniversary

In 2011 Bangladesh and India, particularly West Bengal celebrate heavily the 150th anniversary of Tagore. Over a whole year with innumerable events at public places, in theatres, schools, in book shops among the literary friends millions remind of Tagore’s (art) works.

From given cause of the 150th anniversary the government in SriLanka and Uruguay appreciated the first Indian Nobel Laureate for Literature with a special stamp edition. Tagore had visited Sri Lanka in the years 1922, 1928 and 1934.


from left to right: Tagore as painter, Argentina Edition, Tagore’s PlayPost Office
(Source: All the stamps on this website with courtesy to Kumar Kamaleshan Nair (Trivandrum) – www.collectindianstamps.com )

The ceremonies which take place since 7th May show once more that the spirit of Tagore is alive through over all generations and within all social classes. The “Daily  Star”, presently the biggest English-language daily newspaper in Bangladesh titles Tagore as “An internationalist through and through” appropriate to his global meaning.

dates of broadcasting …

22th Juny 2015 – 04:00 pm EST (10:00 pm CEST) @ Radio RaSA (CH)
(premiere: 16th May 2011 – 11:00 pm CET (05:00 EST) @ TIDE Radio)
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IMC – India meets Classic presented with it’s show “Rabindra Sangeet – A Voice for All!” the outstanding Rabindranath Tagore already. Rabindra Sangeet is a category which was established in the 20th century by Tagore himself.
It is a musical-literary concept where Tagore embedded equally poems and songs into Indian classical music, same North Indian (Hindustani) as South Indian classics (Carnatic).

Pankaj Kumar Mullick was as singers, actor (debut in the film Mukti, 1937), composer (as music director, conductor / arranger), radio maker and as a film producer. Mullick is India’s most prominent interpreter of Rabindra Sangeet.
Pankaj Mullick’s interest in Rabindra Sangeet came off by the contact with the Tagore family, first by meeting with Dinendranath Tagore, a grandnephew of Tagore, and himself composer and music arranger as later Mullick became on his own.
When Rabindranath Tagore heard Pankaj Mullick’s singing for the first time he embraced Mullick spontaneously as it is reported. And Tagore permitted Mullick to set all his writingsinto music which should not be mastered by Tagore himselve during life times. This granted Tagore uniquely only to Mullick instead Tagore self-confidently understood himself as the most important poet of India. Mullick was also first who added the Tabla as accompanying instrument. The Tabla is a percussion instrument (drum pair) of North Indian classics (Hindustani).

Rabindranth Tagore was 44 years old, when Pankaj Mullick was born on 10 May 1905 in Calcutta. Mullick should accede the world to make Indian history as famous singer, actor, independent music director and film producer. Pankaj Mullick lived until 1978 in Calcutta. Differently than many of his colleagues he did not move to Mumbai, India’s film capital. He followed only some few orders for Mumbai productions like Zalzala in the year 1952, a filming of Tagore’s novella Char Adhaya and Kastoori (with film director: Gyan Mukherjee).
Pankaj Mullick was a pioneer of Indian film. He introduced the Playback singing together with the film director Nitin Bose (Dhhop Chhaon, 1935), as we know it these days in the Bollywood blockbusters.

As it was very usual for Mullick’s time and as all film activists (actors, composers) and playback singers experienced, also Pankaj Mullick was trained comprehensively in Indian Classical music, e.g. in Dhrupad style, the oldest vocal form of North Indian classis or the Khayal, a more modern form. Mullick inherited his musical interest from his father, who demonstrated a large interest in the traditional forms of Bengali music.

Till in the high ages Mullick was active as a music director. His last film was Janhabi Jamunia Bigolito Karuna in the year 1972. One year later Pankaj Mullick was distinguished at the age of 68 by the Indian government for his lifework and his earnings for Indian cinema. Mullick received the most important Indian film prize, the Dadasaheb Phalke Award.

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DE – Raga CDs des Monats (06/2015): Morgenragas (Früh- u. Spät-)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 21, 2015

Ragas dürfen nur zu einer bestimmten Jahres-, Tages- o. Nachtzeiten gespielt werden. Der Frühmorgenraga wird zwischen 03:00 und 06:00 Uhr gespielt.

Den meisten Morgenragas liegt das Notenmaterial im Thaat-System “Bairav” (Bhairavi (Ahir, Ramkali, Bhupali, Jogiya Bhairav-Bahar …) zugrunde. Bairav steht als emotionaler Ausdruck in der Ragamusik für Stabilität des Geistes, und Ernsthaftigkeit.

Sendetermine…

21. Juni 2015 – 15:00-17:00 Uhr CET (09-11:00 am EST) @ radio multicult.fm (DE)
15. Juni 2015 – 22:00-23:58 Uhr CET (
4-5:58 pm EST) @ TIDE Radio (DE)

(Premiere: 24. April 2006 – 15:00 @ Tide 96.0 FM)
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Dem Teil 1 (Frühmorgenragas) in der ersten Stunde (22:00-22:58 Uhr) folgt Teil 2 (23:00-23:58 Uhr) mit Spätmorgenragas.  Der (Spät-)Morgenraga wird zwischen 06:00 – 09:00 gespielt.

Im Thaatsystem mit den 10 Grundformen sind die Morgenragas am stärksten vertreten. Aus den vier Thaats Bhairav (z.B. Raag Aheer Bhairav), Bhairavi (z.B. Raag Bilaskani Todi, Asaravari und Todi (z.B. Raag Mian-Ki Todi o. Gurjari Todi) gehen eine Vielzahl von Morgenragas hervor.

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DE – Raga CDs of the Months (06/2015): Morning Ragas (early + late)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 21, 2015

The correct time of day and night for a performing ragas is one of the centre rules of the raga system. Early morning ragas are performed between 03:00 and 06:00 am we present onair in part 1 (10:00-10:58 pm CET) of our broadcasting.

Most of the morning ragas bases on the scales of the thaat system “bairav” (Bhairavi (Ahir, Ramkali, Bhupali, Jogiya Bhairav-Bahar …). Bairav means the emotional expression within the raga music to effect stability of mind and seriousity.

dates of broadcasting …

21st June 2015 – 9:00-11:00 am EST (03-05:00 pm CET) @ radio multicult.fm (DE)
15th June 2015 – 4:00-5:58 pm EST (
10-11:58 pm CET) @ TIDE Radio (DE)

(premiere: 22nd May 2006 – 03:00 p.m. @ Tide 96.0 FM)
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Following part 1 we move forward in part 2 of our broadcasting (11:00-11:58 pm CET) with the time cycle and late morning ragas which are performed between 06:00 and 09:00 am.

In the thaat system and it’s 10 basic scales the morninga ragas are represented strongest. Following the four thaats Bhairav (e.g. Raag Aheer Bhairav), Bhairavi (e.g. Raag Bilaskani Todi), Asaravari and Todi (e.g. Raag Mian-Ki Todi or Gurjari Todi) a tremendous number of morning ragas has been created.

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DE – Raga CDs des Monats (06/2015): Die Magie der Musik – eine Hommage an Bhimsen Joshi.

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 18, 2015

Stellen wir uns das Indien im Jahre 1933 vor. Es war die Zeit, als Gandhi in den Hungerstreik gegen die Diskriminierung niederer Kasten trat. Hier machte sich ein kleiner Junge aus einer Brahmanenfamilie im Alter von 11 Jahren alleine auf den Weg, um einen Musiklehrer zu finden. Bhimsen Gururaj Joshi war sein Name, Sohn von einem Schullehrer und und ältester Sproß mit 15 Geschwistern. Joshi’s Mutter starb sehr früh war.

Bhimsen Joshi sollte mit seiner “Goldenen Stimme” mit 3 Oktaven Umfang den Gesang der nordindischen Klassik massgeblich mitprägen, bis zu seine Ableben im Janur 2011. Im Nachruf von Indian Express war zu lesen: “Die Stimme des letzten Titan der nordindischen Klassik bleibt nun für immer stumm, aber seine Melodien werden immer fortbestehen.” Unsere heutige Sendung “Die Magie der Musik” ist eine Hommage an diesen Ausnahmekünstler, an Bimsen Joshi (04.02.1922 – 24.01.2011).

Sendetermine…

18. Juni 2015 – 21:00 Uhr  CET (03:00 pm EST) @ radio multicult.fm (DE)
(Premiere: 18.04.2011 – 23:00 Uhr @ Tide Radio)
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Der Autoliebhaber Bhimsen Joshi fuhr Mercedes

Der Autoliebhaber Bhimsen Joshi fuhr Mercedes

Seinen Meister (Guru) fand Joshi im Alter von 14 Jahren. Es war Rambhau Kundgolkar. Heute ist uns dieser Schauspieler und Sänger der nordindischen Klassik eher geläufig als Pandit Sawai Gandharva. Er lebte von 1886 bis 1952. Der herausragende Verdienst von Pandit Gandharva um die indische Klassik ist die Popularisierung eines Gesangsstiles, in der Tradition der Kirana Gharana. Neben Bhimsen Joshi gehörte zu den Schülern von Saway Gandharva die großartige Sängern Gangubai Hangal. Wir verweisen dazu auf die Sendung “Dr. Gangubai Hangal – Voice of Tradition“.

Die Mehrzahl der Sänger der nordindischen Klassik kommen aus der Tradition der Kirana Gharana. Sie wurde massgeblich von Abdul Karim Khan und seinem Cousin Abdul Wahid Khan bis in die 40er und 50er Jahre des letzten Jahrhunderts geprägt.
Abdul Karim und Abdul Wahid revolutionierten die moderne Gesangsform Khayal. Sie fügten ein langsames Tempi hinzu, Vilambit. So kann vom dem Sänger jede Note einer Ragaskala, Note für Note in einer Gesangsdarbietung beschrieben werden.
Beeinflusst von der südindischen Klassik, hat Abdul Karim Khan dem Einsatz einer  Ornamentik besonderem Augenmerk geschenkt. Die Muster sind wellenförmig und setzen sich aus dem Notenmaterial der Ragaform zusammen. Es ist ein Markenzeichen von Gesangsinterpretationen im Stile der Kirana Gharana, dass die zweite Note, Rishabh als “natürlich”, d.h. weder vermindert noch erhöht und auch nicht betont gespielt wird.

Neben der Kirana Gharana hatte Bhimsen Joshi in seiner eigenen künstlerischen Entwicklung auch Stilelemente aus anderen Gharanas in einen ihm ganz eigenen Gesangs- und Interpretationsstil eingeflochten.

Schon im Alter von nur 31 Jahren gründete Bhimsen Joshi das Sawai Gandharva Sangeet Mahotsav, zu Ehren seines Lehrers Sawai Gandharva und als Plattform für die Gesangskunst der Kirana Gharana. Heute ist der 3-tägige Event einfach bekannt als Sawai, er findet immer im Dezember statt. Es ist eines der wichtigsten Festivals, wenn nicht gar das Wichtigstes für die indisch-klassische Musik. Seit 1953 findet das Musikfestival Sawai Gandharva alljährlich in Pune statt und wurde von Bimseh Joshi selbst  49 Jahre lang geleitet, bis 2002. Heute organisiert sein Sohn Shrinivas Joshi das Festival. Für jeden Nachwuchsmusiker der indischen Klassik bedeutet eine Einladung zum Sawai Gandharva der Beginn einer professionellen Musikerkarriere.

Erst sehr spät, im Jahre 2008 erhielt Bhimsen Joshi den “Juwel von Indien”, den Bharat Ratna. Es ist der höchste Zivilorden Indiens. Er wurde das erste Mal im Jahre 1954 vergeben. Mit dem Bharat Ratna werden Künstler, Literaten und Wissenschaftler für ihre gesellschaftlichen Verdienste ausgezeichnet. Neben Bhimsen Joshi erhielten den Bharat Rathna Musiker wie die Sitarlegende Ravi Shankar  (1999) oder Lata Mangeshkar (2001), eine berühmte Sängerin des Indischen Films(Bollywood).

Bharatratna Pandit Bhimsen Joshi Kaladalan: The music library, located on the ground floor, has 28 cubicles each of which is equipped with a computer and headphones. Music lovers can enjoy the music for which they will be charged. (Source: Sakaal Times)

Bharatratna Pandit Bhimsen Joshi Kaladalan (Pune, Vasantrao Bagul garden grounds, Sahakar Nagar):  The music library, located on the ground floor, has 28 cubicles each of which is equipped with a computer and headphones. Music lovers can enjoy the music for which they will be charged. (Source: Sakaal Times (04/2011))

Mit einer Einweihungsfeier im Februar 2011 hat die Stadtverwaltung von Pune ein neues Kunstzentrum in Würdigung von Pandit Bhimsen Joshi benannt als “Bharatratna Pandit Bhimsen Joshi Kaladalan“… und die Landesregierung legte ein Musikstipendium für klassische Musik in Gedenken an die Legende Bhimsen Joshi auf.

Bhimsen Joshi sung duets (Jugalbandi) with great vocal maestros like Pt. Jasraj, Ustad Rashid Khan or
with Dr. Balamurali Krishna (BMK) in two different languages (Joshi in Hindi and BMK in South Indian languages)…

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DE – Raga CDs of the Months (06/2015): Magic in Music – A Tribute to Bhimsen Joshi

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 18, 2015

Can you imagine India in 1933 ? – It was the year, when Gandhi stepped into hunger strike against caste discrimination. In the same year a small boy at the age of 11 years hit the road alone obsessed to find a music teacher. Bhimsen Gururaj Joshi was his name, member of a Brahmin family, son of a school teacher and the eldest with 15 siblings. Joshi’s mother died very early.

Bhimsen Joshi and his “Golden Voice” of 3 octaves should have a big influence onto North Indian classical music considerably till his death in January 2011. In the obituary of Indian Express one could read: “The voice of the  last Titan of North Indian Classics now remains always muted, but his melodies will always continue.” IMC OnAir’s new radio show “Magic in music” is a tribute to this exceptional artist, to Bhimsen Joshi (02/04/1922 – 01/24/2011).

dates of broadcasting …

18th June  2015 – 03:00 pm EST (09:00 pm CEST) @ radio multicult.fm (DE
(premiere: 18th April 2011 – 10:00 pm CET (04:00 pm EST) @ Tide Radio)
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Der Autoliebhaber Bhimsen Joshi fuhr Mercedes

The sportive car lover Bhimsen Joshi drove Mercedes

Joshi at the age of 14 years found his master (guru). He was Rambhau Kundgolkar. We know this actor and singer of North Indian Classics (Hindustani) rather common as Pandit Sawai Gandharva. He lived from 1886 to 1952. The greatest merit of Pandit Gandharva is the popularization of the vocal style in the tradition of Kirana Gharana. Saway Gandharva had pupils like Bhimsen Joshi and the famous female vocalist Gangubai Hangal. Herefore we refer to our radio show “Dr. Gangubai Hangal – Voice of Tradition“.

The majority of the singers of Hindustani traditionally belong to the Kirana Gharana. This music school was considerably created by Abdul Karim Khan and his cousin Abdul Wahid Khan and dominated till the 40th and 50th of last century. Abdul Karim and Abdul Wahid revolutionized the modern singing form of Khayal style. They added a slow tempo, Vilambit. So each note of a Raga scala, note for note can be defined by the singer in a performance.
Affected by the South Indian Classics (Carnatic) Abdul Karim Khan payed special attention to the ornamental art. The patterns are wavy and consist only of the note material of the Raga form itself (Sargam Taan). It is an attribute of vocals in Kirana Gharana style that the second note “Rishabh” is played/sung as “komal” which means neither diminished (flat) nor increased (major) and it’s intonation isn’t stressed (“soft corner”).

For his own artistic development Bhimsen Joshi had woven also style elements from other Gharanas (beside the Kirana Gharana) into his indiviual singing and interpretation style.

At the age of 31 years Bhimsen Joshi created the Sawai Gandharva Sangeet Mahotsav, in honours of his teacher Sawai Gandharva and as platform for the singing art of Kirana Gharana. Today the three days event is simply well-known as Sawai, which always takes place in December. It is one of the most important festivals, if not even that most important for Indian Classical music worldwide. Since 1953 the music festival Sawai Gandharva takes place annually in Pune and was led by Bhimseh Joshi himself for 49 years, until 2002. Today the Sawai is organized by Bhimsen’s son Shrinivas Joshi. For each new and upcoming generation of musicians of Indian Classics an invitation for the Sawai Gandharva is a guarantee for the beginning of a professional career.

Very late in the year 2008 Bhimsen Joshi received the “Jewel from India”, the Bharat Ratna. It is the highest civil order of India. The Bharat Ratna was assigned first time in the year 1954. With the Bharat Ratna artists, e.g. litterateurs and scientists are decorated for their social earnings/services. Beside Bhimsen Joshi received musicians the Bharat Ratna such as sitar legend Ravi Shankar (1999) or Lata Mangeshkar (2001) who is a female vocalist for Indian film (Bollywood).

Bharatratna Pandit Bhimsen Joshi Kaladalan: The music library, located on the ground floor, has 28 cubicles each of which is equipped with a computer and headphones. Music lovers can enjoy the music for which they will be charged. (Source: Sakaal Times)

Bharatratna Pandit Bhimsen Joshi Kaladalan (Pune, Vasantrao Bagul garden grounds, Sahakar Nagar): The music library, located on the ground floor, has 28 cubicles each of which is equipped with a computer and headphones. Music lovers can enjoy the music for which they will be charged. (Source: Sakaal Times (04/2011))

The inheritance of Bhimsen Joshi will not only live on in the form of memories and honors. With an inauguration celebration in February 2011 the city administration of Pune designated a new art center in appreciation of Pandit Bhimsen Joshi as “Bharatratna Pandit Bhimsen Joshi Kaladalan“… and the Federal State government presented a music scholarship for classical music in memories of the legend Bhimsen Joshi.

Bhimsen Joshi sung duets (Jugalbandi) with great vocal maestros like Pt. Jasraj, Ustad Rashid Khan or
with Dr. Balamurali Krishna (BMK) in two different languages (Joshi in Hindi and BMK in South Indian languages)…

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A – Raga CDs des Monats (06/2015): Malkauns… König der Ragas

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 14, 2015

Raga mAlkauns (o. Malkosh) ist in der nordindischen Klassik (Hindustani) sehr beliebt. Im Süden Indiens (Carnatic) ist Malkauns als Ragam hindOLam bekannt. Der Raga mAlkauns ist ein 5-Ton-Raga mit einer 300-400-jährigen Geschichte und vielfältigen Entwicklung.
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Sendetermine…

14. Juni 2015 – 23:00-23:58 CET (05:00 pm EST) @ Radio FRO (A)
(Premiere: 5. Februar 2008 (21:00) @ Tide 96.0 FM)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Raga mAlkauns wird zur späten Abendstunde als Mitternachtsraga gespielt. Die Stimmung dieses majestätischen Ragas ist meditativ und introvertiert, seine Modalität einzigartig.
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aufsteigende u. absteigende Skala von Raga mAlkauns (Bhairavi Thaat):
audav-audav | ‘n S g m d n S’ – S’ n d n d m g m g S ‘n S
Malkauns… King of Ragas
Ragam hindOLam (naTabhairavi): S G2 M1 D1 N2 S – S N2 D1 M1 G2 S
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Von den indischen Musikmaestros werden diesem Raga übernatürliche Kräfte zugesprochen, mit dem sogar böse Geister vertrieben werden können. Der indische, in Bangalore lebende Author V. Murthy nennt mAlkauns gar “König der Ragas“, der Titel unserer ersten Aprilsendung auf Radio FRO (Oberösterreich).

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A – Raga CDs of the Months (06/2015): Malkauns – King of Ragas

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 14, 2015

Raga mAlkauns (or Malkosh) is in North Indian Classical music (Hindustani) very popular with the audience and musicians. In the South of India Malkauns is well known as Ragam hindOLam (Carnatic Music). It is a 5 tone Raga with a 300 to 400 years old history and multivarious development.
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date of broadcasting…

14th June 2015 – 11:00 pm METZ (05:00 pm EST) @ Radio FRO (A)
(premiere: 5th February 2008 – 09:00 pm CET @ Tide Radio 96.0 FM (DE))
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Malkauns is played to the late evening hour as midnight raga. The tendency of this majestic Raga is meditative and introverted, it’s modality is unique.
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ascending and descending scales of Raga mAlkauns (Bhairavi Thaat):
audav-audav | ‘n S g m d n S’ – S’ n d n d m g m g S ‘n S
Raga CDs des Monats (02/08): Malkauns… King of Ragas
Ragam hindOLam (Melakartha system No. 20: naTabhairavi): S G2 M1 D1 N2 S – S N2 D1 M1 G2 S
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Indian music maestros award to this Raga supernatural forces. By Malkauns even bad spirit can be driven out. The Indian Author V. Murthy who is living in Bangalore calls mAlkauns “king of the Ragas“, the title of our 1st April show @ Radio FRO (Upper Austria).

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