IMC – India meets Classic presents …

… radio shows for Indian (Music) Culture

DE – Raga CDs des Monats (06/2014): Von Hawaii nach Südasien – Die indisch-klassische Gitarre (Kurzfassung)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on June 18, 2014

Die Förderinitiative IMC – India meets Classic präsentiert Ihnen in der Sendung “Raga CDs des Monats” das Thema “Von Hawaii nach Südasien – Die indisch-klassische Gitarre“.

In dem Programmverlauf der letzten Jahre (2006-2014) zur indisch-klassischen Musik haben wir Instrumente kennengelernt, die aus dem Westen stammen (s. http://www.imcradio.net/archive ). Wie die Violine in der südindischen Klassik, das handbetriebene Harmonium als Begleitinstrument und Nachfolger der Sarangi, der indischen Fiddel – oder das Saxophon, wie wir es aus dem Jazz kennen und die Mandoline, ein doppelsaitiges Instrument aus Italien. Es gibt verschiedensten Gründe, die den Einzug der westlicher Instrumente erklären in das Sammelsurium der traditionell-indischen Blas-, Saiten- und Percussioninstrumente.
Da waren die Militärorchester des Britisch Empire, französische Missionare im 19. Jahrhundert, die Hofkapellen der Maharajas oder Filmmusiken aus Mumbai, der Bollywoodhauptstadt. Der Klang dieser neuen Instrumente inspirierte Musiker, zu experimentieren. Mit baulichen Veränderungen und besonderen Spieltechnicken adaptierte man sie für die besonderen Interpretationsstile der Ragas und Ragams in der nord- und südindischen Klassik.

Sendetermin…

19. Juni 2014 – 21:00 Uhr MEST (03:00 pm EST) @ radio multicult.fm (DE)
(Premiere: 25. Mai 2012 – 21:00 -23:00 pm CET @ radio multicult.fm (Berlin))
InternetStream (Web & Mobile Radio) | PodCasting | broadcasting plan

Mit der s.g. slide bar wird die Höhe des Gitarrentons definiert durch das Abgreifen, oder viel mehr durch das Gleiten mit einem Eisenstück über die freischwingenden Saiten, anstatt sie durch das Abgreifen an den Gitarrenbünden (frets) zu verkürzen oder zu verlängern. Neben Eigenanfertigungen gibt es auf dem Markt unterschiedlichste Aufführungen von slide bars in Form, Materialien und Farbe. Noch bis in die 80er Jahre experimentierten Hersteller mit neuen Materialien. Aus Glas oder Pyrex, aus anorganischem Kobaldoxid bis zu Knochen oder Porzellan können verschiedenste Klangfarben erzeugt werden.

Verschiedene Modelle der indisch-klassischen Gitarre (Slide-Gitarre)…

(v.l.n.r.: Hansa Veena, Chaturangi, Shankar-Gitarre, Mohan Veena, Swar Veena)

Die Geschichte überliefert, dass im Jahre 1931 ein junger Hawaianer nach Indien kam, mit seiner Gitarre im Gepäck. Tau Moe war sein Name. Die Bedeutung von Tau Moe für die indische Slide-Gitarre hat ihn in Indien bekannter werden lassen, als in seiner Heimat. Zuallererst wurden auf der Hawaii-Gitarre Lieder im indischen West-Bengal gespielt. Es waren Kompositionen aus dem Repertoire des ersten indischen Literaturnobelpreisträgers Rabindranat Tagore. Mit diesem Liedgut hat sich bis heute ein eigenes Gesangsgenre entwickelt, der Rabindra Sangeet.

Neben der Einführung und Spieltechnik der Hawaii-Gitarre durch Tao Moe gibt es eine weitere Version. Es wird erzählt, dass Gabriel Davion das Gitarrenspiel mit einer Steelbar in Indien einführte. Gabriel Davion war ein Seemann indischer Abstammung. Er soll von portugiesischen Seglern im Jahre 1876 nach Hawaii verschleppt worden sein. Gabriel Davion hat sich wohl für die Slide-Technik auch an Instrumenten orientiert: an der Vichitra Vina und dem Gotuvadyam, zwei indische Lauten. Bereits seit dem 11. Jahrhundert kennt man in Indien die Slidetechnik.

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