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A – Raga CDs des Monats (03/14): GNB – Der Prinz der südindischen Klassik.

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on March 22, 2014

Raga CDs des Monats: “Der Prinz der südindischen Klassik”
– eine musikalische Biographie von G.N. Balasubramaniam (1910-1965).

In Gudalur (Niligiris District / Tamil Nadu), in der Nähe von Mayiladuthurai (ehem. Mayavaram), erblickte G.N. Balasubramaniam das Licht der Welt. Das Kalenderblatt schrieb den 6. Januar 1910. GN Balasubramaniam, oder einfach nur GNB, wie er in Indien genannt wird, war ein Sänger der südindischen Klassik… und der erste Showstar. In die Musikgeschichte von Indien ging GNB ein als der “Prinz der karnatischen Musik”.

Dieser Ausnahmekünstler verstarb allzu früh, bereits im Alter von nur 55 Jahren, am 1. Mai 1965. Unsere heutige 2-stündige Sendung wollen wir ganz G.N. Balasubramaniam widmen, mit sehr seltenen, zum Teil nicht veröffentlichten Aufnahmen.

GNB schloss in Chennai sein Studium der englischen Literatur mit einem B.A. ab. Zu dieser Zeit belegte er neben seinem Studium an der Annamalai- Universität einige Musikkurse. Aus gesundheitlichen Gründen führte GNB diese musikalische Bildung nicht fort Später belegte er Meisterkurse an der Madras-Universität. Erst mit 18, im Jahre 1928 betrat GNB die Bühne. Seitdem war sein Aufstieg innerhalb der Musikszene der südindischen Klassik kometenhaft. GNB gehörte zu den progressivsten Interpreten seiner Zeit.

Sendetermine von Teil 1

23. Februar 2014 – 22-23:00 Uhr CET (4:00 pm EST) @ Radio RaSA (CH)
9. März 2014 – 23-24:00 Uhr CET (5:00 pm EST) @ Radio FRO (A)

Sendetermine von Teil 2

9. März 2014 – 23-24:00 Uhr CET (5:00 pm EST) @ Radio RaSA (CH)
23. März 2014 – 23-24:00 Uhr CET (5:00 pm EST) @ Radio FRO (A)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

GNB’s unorthodoxe Neugestaltung einer Aufführungspraxis der karnatischen Musik mit Elementen aus der nordindischen Klassik erklären wesentlich den kometenhaften Aufstieg von GNB… und daraus folgend seine Beliebtheit beim südindischen Publikum. – Und GNB’s Klarheit und Transparenz in Komposition und Interpretationsstil sicherte ihm als Lehrmeister den Zulauf einer Vielzahl von musikalischen Talenten. Viele von ihnen reiften in ihrer weiteren Musikerkarriere zu den großen Meistern der indischen Klassik heran. Dazu gehören Sänger wie Trichur V. Ramachandran (geb. 1940) aus Kerala oder die Sängerin Madras Lalitangi Vasanthakumari (1928-1990). MLV gehörte zu dem s.g. weiblichen Dreigestirn der südindischen Klassik (Trinity of Carnatic Music), neben DK Pattammal und MS Subbulakshmi.

Die Spezialität von GNB war es, innerhalb der kompositorischen Struktur mit ergänzenden Noten besondere Phrasierungsakzente zu setzen, um die Schönheit der kompositorischen Form zu betonen. Dieses stilistische Element ist als Chittaswaram benannt. Es hat seinen festen Platz zum Ende von Anupallavi oder Charanam, dem 2ten oder 3ten Vers. Dazu ein Übersetzungs- beispiel in Englischer Sprache der Thyagaraja-Komposition Raga Sudha Rasa:

Pallavi: raga sudha rasa panamu jesi rañjillave o manasa
The nectar like juice of melody sip. O my mind and joy therein, why don’t you find?

Anupallavi: yaga yoga tyaga bhoga phalamosan ge (raga)
Rites, Meditations, austerity and pleasure. In such music, do their fruits come together.

Charanam: sadasiva mayamagu nadon kara swara vidulu jivanmuktulani tyagaraju teliyu (raga)
That in which Sadashiva (= always pleasing) pervades unbound. The notes from Om the primordial sound. They that are versed in them, the art profound. To the cycle of life and death are no longer bound. This is a verity, this bard has found.

(Quelle: lyrical-thyagaraja.blogspot.de)

Diese Versformen Pallavi, Anupallavi und Charanam bilden die Struktur von Kompositionsformen wie den Keerthanam-s und Kriti-s. G.N.B. belebte das musikalische Repertoire der drei großen Komponisten der südindischen Klassik (trinity of carnatic music) wieder, besonders die von Tyagaraja (Kakaarla Tyagabrahmam, 04.05.1767-06.01.1847) und Muthuswami Dikshitar (24.03.1775-21.10.1835).

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