IMC – India meets Classic presents …

… radio shows for Indian (Music) Culture

Archive for May 30th, 2009

Bonn/Berlin: Global Music Academy – kulturelle Vielfalt konkret

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on May 30, 2009

Interview mit den Gründern der Global Music Academy Berlin

Die Global Music Academy ist eine Initiative internationaler Musiker in Berlin. Sie bietet ein ambitioniertes internationales Programm für Musikausbildung, Forschung und Austausch. unesco heute sprach mit zwei der Initiatoren, dem südafrikanischen Saxofonisten und Komponisten William Ramsay, Artistic Director, und Andreas Freudenberg, dem ehemaligen Geschäftsführer der Werkstatt der Kulturen und Managing Director des Projekts.

unesco heute: Was motiviert Sie, die Global Music Academy zu gründen?

Ramsay: Wir sind davon überzeugt, dass junge Musikerinnen und Musiker in Europa langfristig die Chance haben sollten, eine fundierte transkulturelle Ausbildung zu erhalten. Im Lauf der Jahrhunderte haben sich in allen Kontinenten einzigartige Musikkulturen entwickelt. Dieser Reichtum wird noch nicht hinreichend erkannt. Es gibt aber viele Anzeichen dafür, dass gerade der globale Dialog auch in der Musikausbildung eine enorme Kreativität freisetzen kann.

Freudenberg: Junge Menschen, die heute in der hybriden Umwelt moderner Großstädte aufwachsen, suchen nach Wegen, ihre eigene musikalische Sprache zu finden. Sie kombinieren sie mit den Klangwelten, die sie in ihrem Umfeld und in den Medien erleben. Für diese Generationen ist Musik daher immer mehr ein Experimentierfeld: Junge Musiker überschreiten kulturelle Grenzen, sie setzen sich mit Identität und Zugehörigkeit auseinander, sie beschäftigen sich mit Ein- und Ausgrenzungen. Und das tun sie weltweit – in Berlin und Sao Paolo, Jakarta und Johannesburg.

unesco heute: Wie konkret ist das Projekt zu diesem Zeitpunkt?

Ramsay: Die Senatverwaltung für Wissenschaft und Forschung in Berlin hat unsere Unterlagen bereits geprüft und die vorläufige staatliche Anerkennung in Aussicht gestellt. Die Studiengänge könnten schon 2010/2011 beginnen. Wir haben ein anspruchsvolles Konzept für ein Grund- und Aufbaustudium entwickelt. Es berücksichtigt zum Beispiel die Lehrmethoden, Techniken und Kenntnisse vieler Musikkulturen, es ermöglicht aber auch, sich in Musikproduktion und transkulturellem Musikmanagement zu spezialisieren.

unesco heute: Mit welchen Partnern kooperieren Sie?

Freudenberg: Es gibt eine enge Kooperation mit der Rotterdam World Music Academy in Codarts und der Hochschule der Künste in Rotterdam. Wir planen auch, mit Music Crossroads im Bereich Teachers Training zusammenarbeiten. Diese Initiative wurde 1996 von der UNESCO gegründet und unterstützt junge Musiker in Mosambik, Simbabwe, Malawi, Sambia und Tansania. Wir möchten mit Music Crossroads und weiteren Partnern auf dem afrikanischen Kontinent schrittweise das Global Music Network aufbauen. Es soll ein Netzwerk aus kompetenten Musikeinrichtungen und Bildungsinitiativen werden.

unesco heute: Wo sehen Sie besondere Herausforderungen?

Freudenberg: Musikproduktion und Musikmarketing haben sich durch die schnellen technischen Entwicklungen weltweit tiefgreifend verändert. Allein die Entwicklung der digitalen Aufnahmetechnik bietet inzwischen sehr viele Möglichkeiten. Allerdings wird es auch immer schwieriger, nachhaltige Modelle der Musikproduktion und Musikindustrie zu finden – heute kann alles kopiert und über das Internet getauscht werden. Auch die Vielfalt der Klangkulturen steht unter Druck. In vielen Teilen der Erde gibt es herausragende Musikkulturen, die zunehmend an den Rand gedrängt werden. Oft beherrschen auch nur noch wenige Menschen traditionelle Instrumente und Spielweisen.

Ramsay: Wir können hier allerdings unseren Beitrag leisten, indem wir diese Schätze fördern und damit sichern. Deutschland hat 2007 die UNESCO-Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen ratifiziert. Mit der Global Music Academy wollen wir diese Konvention unterstützen. Sieht man sich die dort formulierten Zielvorstellungen an, dann wird deutlich, dass derzeit die Bedingungen und Möglichkeiten für junge Musiker in vielen Ländern unzureichend sind. Hier wollen wir durch die Kooperation mit unseren Partnern ansetzen.

Die Fragen stellte Christine M. Merkel, Deutsche UNESCO-Kommission.

(Quelle: 05/2009 – Deutsche UNESCO-Kommission e.V., Bonn – www.unesco-heute.de)

Posted in Music Paedagogic Work | Leave a Comment »

Musikschule Universum Altona präsentiert…

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on May 30, 2009

Musikschule-Universum-Alltona-05052009-1

Musikschule-Universum-Alltona-05052009-2

Termin: Freitag, 05. Juni 2009
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 8 € (ermäßigt: 6 €)

Ort: Musikschule Universum Alltona (22761 Hamburg, Amàlia-Rodrigues-Weg 6)
Anfahrt: S-Bahn Diebsteich – zu Fuss Leverkusenstr.25 | Anfahrt mit KFZ über Stresemannstr. – Schützenstr.

Kontakt: Swapan Bhattacharya (Tabla Maestro) | Mobil +49 (0) 176 / 871 37 516 | Office: +49 (40) / 181 68 255
Internet: www.terekete.de | eMail: swapantabla@gmx.net

Posted in Live around the globe | Leave a Comment »

 
%d bloggers like this: