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RuhrTriennale beginnt am Freitag (ddp-Meldung)

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on August 20, 2008

Bochum (ddp-nrw). Am Freitag beginnt in Bochum die diesjährige Saison der RuhrTriennale. Bis 5. Oktober stehen an 11 Veranstaltungsorten im Ruhrgebiet 31 Produktion mit über 100 Vorstellungen auf dem Programm, darunter acht Uraufführungen und drei deutsche Premieren. Die Saison hat das Motto «Aus der Fremde», wie die Veranstalter bei Vorstellung des Programms am Dienstag in Bochum mitteilten. Der Titel wolle den Zustand einer Region mit einer Vielfalt kultureller Ursprünge und weltoffener Gegenwart reflektieren.

Den Auftakt am Freitagabend macht in der Bochumer Jahrhunderthalle ein Blueskonzert aus der Triennale-Reihe «Century of the Song». Mit dabei sind unter anderem die US-amerikanischen Musiker Joe Henry, Bettye LaVette und Mose Allison. Der Songschreiber Henry produzierte zuletzt einige Titel für den Bob-Dylan-Film «I´m not there», der im Frühjahr in den Kinos lief. Allison spielte als Pianist und Sänger mit B.B. King zusammen, seine Songs wurden unter anderem von «The Who» («Young Man Blues») und Elvis Costello gesungen.

Zu den Theater-Uraufführungen gehört das Stück «Vergessene Straße», das am Samstagabend in der Jahrhunderthalle erstmals auf der Bühne zu sehen ist. Das Schauspiel um eine Gruppe von Fabrikarbeitern ist eine Bühnenadaption des in Deutschland bisher nicht erschienenen gleichnamigen Romans des niederländischen Schriftstellers Louis Paul Boon (1912-1979). Die Inszenierung stammt von dem niederländischen Regisseur Johan Simons, der 2010 Intendant der Münchner Kammerspiele werden soll.

Ebenfalls eine Uraufführung ist am 20. September «Westwärts» von Schorsch Kamerun. In der Maschinenhalle der Zeche Zweckel in Gladbeck wird dazu eine musikalisch-theatralische Installation errichtet, in der die vor allem durch den Film «Requiem» bekanntgewordene Schauspielerin Sandra Hüller Texte des deutschen Autors Rolf Dieter Brinkmann interpretiert.

Ein «Gesamtkunstwerk aus Bildern, Litaneien und Ritualen» verspricht das Stück «Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir» in der Inszenierung von Christoph Schlingensief. Die neoromanische Gebläsehalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord soll dafür zu einem Kirchenraum umgestaltet werden. Eine weitere Uraufführung ist unterdessen die Bühnenversion des Luchino-Visconti-Films «Rocco und seine Brüder» am 27. September in der Jahrhunderthalle.

In einer dreiteiligen Konzertreihe der RuhrTriennale werden vom 28. bis 30. August unter dem Motto «Spurensuche» über 60 Musiker aus mehr als 25 Nationen in ihren Stücken mit der eigenen und mit der deutschen Kultur auseinandersetzen. In den drei Genres Rap, Vocal und Oriental-Okzidental werden unter anderem ukrainische, nigerianische und indische Klänge zu hören sein.

Für die diesjährige Saison der RuhrTriennale zeichnet noch einmal Jürgen Flimm als künstlerischer Leiter verantwortlich. Flimm war von 2005 bis 2007 RuhrTriennale-Intendant. Er sprang nach dem Tod von Marie Zimmermann ein. Die Schauspieldirektorin der Wiener Festwochen, die sich im April 2007 das Leben genommen hatte, sollte die Intendanz von 2008 bis 2010 übernehmen. Designierter Intendant ab 2009 ist der Kölner Opernregisseur Willy Decker.

(ddp)

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