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DE – Raga CDs des Monats (09/2012): “Frauen in der indischen Klassik – Blas- und Saiteninstrumente“

Posted by ElJay Arem (IMC OnAir) on September 14, 2012

Rasoolan Bai

Rasoolan Bai (Photo credit: Wikipedia)

In Teil 1 unserer Serie „Frauen in der indisch-klassischen Musik“ haben wir die Gesangsköniginnen Indiens kennengelernt, wie die Sängerin Rasolan Bai aus Varanasi (geb. 1902). Ihr Leben rückte mit dem Dokumentarfilm „Rasoolan Bai – The other song“ im Jahre 2009 wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, und damit auch das der Tawaifs, der Kurtisanen. Sie übten die Künste an den Höfen der Maharajas bis in die 60er Jahre aus. Schon im 16. Jahrhundert wurden am Hofe der Moghuls, Herrscher aus Persien, die im 14. bis 16. Jahrhundert den Norden Indiens besetzten, Mädchen in den darstellenden Künsten ausgebildet, wie im Kathak, dem nordindischen Tanz, in der indischen Klassik oder Literatur und in Poesieformen, wie den Ghazals und Thumri-s.

English: Gangubai Hangal (1913-2009) and daugh...

English: Gangubai Hangal (1913-2009) and daughter Krishna (c. 1929-2004) (Photo credit: Wikipedia)

Im Süden Indiens dagegen war die Ausübung der Künste den Mitgliedern der Brahmanen, eine Priesterkaste vorbehalten. Die Frauen hatten es schwer, mit Künsten in der Öffentlichkeit aufzutreten. Eine der ersten selbstständigen Künstlerinnen in Südindien war Bangalore Nagaratnammal (1878-1952). Für ihre Veröffentlichung von erotischer Literatur der Kurtisane Muddu Palani stand Nagaratnammal 1911 vor dem indischen Gerichtshof.

In unsere jüngste Zeit haben großartige Sängerinnen wie Dr. Gangubai Hangal (1912-2009) die geschlechterspezifischen Barrieren durchbrochen und Frauen den Zugang für eine Erwerbstätigkeit in der indischen Musik geebnet.

Doch noch immer ist das Frauenbild verklärt. So wurden herausragende Sängerinnen wie DK Pattammal, MS Subbalakshmi und ML Vasanthakumari als Avatare, als das Dreigestirn der Göttinnen Durga, Lakshmi und Saraswati gesehen. Diese Ära des Göttlichen verhalf zumindest, die männliche Dominanz in der südindischen Klassik zu durchbrechen.

Den ersten Teil von „Frauen in der indischen Klassik“ können Sie in unserem Medienarchiv nachhören und nachlesen (Moderationsskript im 1:1 reprint).

Sendetermine…

17. September 2012 – 23:00-23:58 Uhr MESTZ (05:00 pm EST) @ TIDE Radio (DE)
(Premiere (2-Stunden): 16. Sept 2012 – 15:00-17:00 Uhr @ radio multicult.fm)
broadcasting plan | streaming (Internet Radio & Mobile Radio) | podCast

Im zweiten Teil stellen wir Ihnen Musikerinnen auf Blas- und Saiteninstrumenten vor. Dazu gehören die Shehnai, das Saxophon, die indische Flöte (Bansuri) und indischen Lauten (s.g. Veena-s) wie die Sarod, Surbahar (Bass-Sitar) und Vichitra Veena.

 

v.l.n.r.: Bageshwari Qamar – Shehnai, Sikkil Mala Chandrasekhar – Bansuri,
MS Subbalaxmi & MS Lavanya – Saxophon-Duo (Photo credit: intoday.in, esishya.com, carnatica.net)

 

v.l.n.r.: Annapurna Devi – Surbahar, Sharan Rani Backliwal (1929-2008) – Sarod u. Dr. Radhika Umdekar Budhkar – Vichitra Veena
(Photo credit: Private collection of Mohan D. Nadkarni/Kamat’s Potpourri, TheHindu.com, indiatimes.com)
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